Mehr als 4.000 Behandlungsfehler haben Ärzte nach Erhebungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) nachweislich im vergangenen Jahr begangen. Insgesamt untersuchten die Gutachter 12.686 Vorwürfe, mit denen sich Patienten zuvor an ihre Krankenkasse gewandt hatten, wie der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen am Mittwoch in Berlin mitteilte.
Experten der Medizinischen Dienste (MDK) beraten die gesetzlichen Krankenkassen und die Pflegeversicherung. Sie erstellen Gutachten für die Kassen, wenn es etwa um die Entscheidung geht, ob ein Erkrankter für arbeitsunfähig erklärt wird, bestimmte Arzneimittel verordnet werden müssen, ein Patient in die Reha gehen soll oder der Vorwurf im Raum steht, dass einem Arzt ein Fehler unterlaufen ist.
Die meisten Fehler begangen Ärzte bei der Therapie von Kniegelenks- und Hüftgelenksarthrose. Am häufigsten sahen sich Orthopäden und Chirurgen mit dem Verdacht konfrontiert, bei der Behandlung etwas falsch gemacht zu haben. Zwei Drittel der Vorwürfe richteten sich gegen Krankenhäuser, ein Drittel gegen Ärzte in eigener Praxis.
Die meisten Fehler passieren Ärzten nach Angaben der MDK bei therapeutischen Eingriffen. „Nach unserer Erfahrung kommt es bei einer erheblichen Zahl von Behandlungsfehlern zu einer Verkettung von Versäumnissen“, erläuterte Astrid Zobel vom MDK Bayern.
Vor einer Operation haben fast alle Menschen Angst. Besonders Patienten, die vor einem Eingriff stehen, haben viele Fragen zu den Risiken und dem Ablauf von Operationen. Die wichtigsten Informationen zum Thema hat der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) auf seiner Webseite www.sichere-narkose zusammengefasst, inklusive der häufigsten Fragen, die Patienten den Narkoseärzten stellen.
Foto: dpaWie viele Kunstfehler insgesamt in Deutschland passierten, lasse sich jedoch nicht sagen. Geschädigte Patienten können sich nämlich auch an Schlichtungskommissionen der Ärztekammern wenden oder den Mediziner direkt verklagen. Die Ärztekammern beschäftigten sich 2011 mit 11.100 Fällen, in 2.287 bestätigte sich der Fehlerverdacht zweifelsfrei. (dapd)
Viele niedergelassene Ärzte sind sauer, weil die Krankenkassen ihrer Ansicht nach zu niedrige Honorare zahlen. Dabei ist das Einkommen der meisten Ärzte alles andere als mager: Allgemeinmediziner verdienen im Schnitt nach Abzug der Praxiskosten rund 116.000 Euro brutto pro Jahr. Im Vergleich zu anderen Kollegen ist das noch wenig. Kinderärzte...
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