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04. Februar 2016

Brasilien: Gericht verbietet Hitlers „Mein Kampf“

Eine Kopie des neu aufgelegten Buches "Mein Kampf".  Foto: reuters

In Brasilien darf „Mein Kampf“ nicht länger verkauft werden. Ein Gericht verbietet den Verkauf der Neuauflage. Die Verlage wollen gegen das Urteil angehen.

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Sao Paulo –  

Ein Gericht im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro hat den Verkauf zweier Neuauflagen von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ untersagt, wie Medien am Mittwoch berichteten. Das Buch propagiere Rassismus, so der Richter. Die Verlage wollen gegen das Urteil angehen.

Die bereits ausgelieferten Exemplare seien aus dem Verkauf zu nehmen, so das Gericht. Einer der beiden betroffenen Verlage hatte mit der Auslieferung vor wenigen Tagen begonnen, der zweite plante sie für März. Neben dem Verkauf wurde auch die Bewerbung sowie die Ausstellung der Bücher untersagt. Bei Nichtbefolgen drohen Strafzahlungen von umgerechnet 1 100 Euro pro verkauftem oder beworbenen Exemplar.

In den vergangenen Jahrzehnten hatten kleine Buchverlage in Brasilien „Mein Kampf“ verlegt. Exemplare waren teilweise im normalen Buchhandel erhältlich und zudem als digitale Versionen auf Portugiesisch aus dem Internet herunterzuladen.

Dennoch führte das Auslaufen des Urheberrechts Ende Dezember auch in Brasilien zu Diskussionen über eine neue Verbreitung der Nazi-Propagandaschrift. Anfang Januar riefen Intellektuelle und Anwälte zu einem Boykott auf.

Für besondere Kritik sorgte das Buchcover der für März geplanten Neuauflage. Es zeigt Hitler in martialischer Pose, der Titel ist in Frakturschrift gestaltet. Zwar betonte der Verlag, es handele sich um eine kommentierte Fassung; diese basiert jedoch auf einer US-amerikanischen Auflage aus dem Jahr 1939, als viele von den Nazis bis 1945 begangene Gräueltaten nicht bekannt waren. (kna)

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