In Haiti leben auch rund einen Monat nach dem schweren Erdbeben noch zehntausende Menschen in Notunterkünften. Aus Decken, Plastikplanen und Kartons haben sich die Überlebenden der Katastrophe zwar ein provisorisches Dach über dem Kopf geschaffen. Doch Schutz bietet es oft wenig. Zum Beispiel gegen die Kühle in den Nächten. Aber vor allem auch gegen Regen oder Sturm schützen diese Behausungen kaum. Gerade im Blick auf die bevorstehende Hurrikan-Saison machen Brot für die Welt und die Diakonie Katastrophenhilfe darauf aufmerksam, dass die Notunterkünfte auch einem schweren Sturm standhalten müssen.
Es werden dabei durchaus unterschiedliche Modelle favorisiert. Brot für die Welt / Diakonie Katastrophenhilfe sehen in der Bereitstellung von Zelten den besten Weg zur Unterbringung der Erdbebenopfer, sei es in einem Lager oder individuell auf dem eigenen Grundstück. Einig sind sich alle, dass bis zum Beginn der Hurrikan-Saison im Rahmen des Wiederaufbaus noch nicht eine größere Anzahl Wohnungen bereit stehen kann. Deshalb müssen die Notunterkünfte auch den Stürmen standhalten können.
Zelte sind für eine Übergangszeit besser geeignet als Notunterkünfte mit einem starren Rahmen und senkrechten Wänden. Die Zelte müssen, bevor es die schweren Stürme gibt, selbstverständlich gut im Boden befestigt werden und das ist nicht immer einfach, betonte einer der Fachleute vor Ort und weist gleichzeitig auf einen starken Mangel an Übergangsunterkünften hin. In Port-au-Prince und Jacmel gebe es Hunderte von nach dem Erdbeben spontan entstandenen Lagern mit ihren provisorischen, kaum befestigten Behausungen.
Die Notunterkünfte sollen zwar "Schutz vor dem Regen" bieten, was die Vereinten Nationen zunächst als erstes Ziel ausgegeben haben. Aber schon bald werden sie höheren Anforderungen an die Stabilität genügen müssen. In Jacmel sind nach Angaben der Vereinten Nationen rund 30.000 Personen auf eine neue Unterkunft angewiesen. Brot für die Welt / Diakonie Katastrophenhilfe arbeiten dort: rund 100 Familienzelte für ein bis zwei Familien, beziehungsweise 10 bis 12 Personen, stehen bereits. Weitere 1.900 sollen folgen.
Schräge Kandidaten, internationale Musik: Das ist der Eurovision Song Contest in Baku. Wegen der politischen Zustände in Aserbaidschan wird er dieses Jahr heftiger Kritik begleitet. Mehr dazu im Spezial.
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.