Wie die Nachrichtenseite Want China Times mit Sitz in Taiwan berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am 2. Januar in einem Industriepark von Foxconn in Wuhan, der Hauptstadt der Hubei-Provinz. Demnach drohten 300 Mitarbeiter des Foxconn-Werks, in dem Microsofts Xbox produziert wird, sich vom Dach zu stürzen. Mehrere Stunden harrten die Arbeiter auf dem Gebäude aus, bis der Bürgermeister von Wuhan sie überzeugen konnte, herunterzukommen.
Bei dem Streit ging es nach den Angaben aus Taipeh offenbar um Abfindungszahlungen. Nachdem die Mitarbeiter eine Lohnerhöhung gefordert hatten, sei ihnen von Foxconn mitgeteilt worden, sie könnten entweder zum alten Lohn bleiben, oder eine Abfindung nehmen und gehen. Diese Abfindungen seien aber nicht ausgezahlt worden.
Immer wieder Selbstmorde in Foxconn-Fabriken
Es ist nicht der erste Zwischenfall in den chinesischen Werken von Foxconn, dem größten Elektronikhersteller der Welt. 2010 hatten sich 14 Arbeiter in Fabriken des Konzerns mit Sitz in Taiwan das Leben genommen.
Mitarbeiter und Menschenrechtsorganisationen prangern immer wieder brutale Arbeitsbedingungen und Ausbeutung bei Foxconn an. Das Unternehmen hatte daraufhin an seinen Fabriken Netze aufgespannt, um Todessprünge von den Dächern zu verhindern.
Microsoft hatte damals erklärt, man schätze Foxconn als verantwortungsvolles Unternehmen und vertraue darauf, dass es weiter an der Verbesserung seiner Arbeitsbedingungen arbeiten werde.
Das US-Unternehmen hat nach Angaben der Tech-Seite Kotaku.com nun angekündigt, den jüngsten Vorfall zu untersuchen.
Auch Apple vergibt Aufträge an den Zulieferer
Das schlechte Image von Foxconn färbt neben Microsoft auch auf den Computerkonzern Apple ab. Der lässt sein Iphone ebenfalls von Foxconn produzieren.
2010 veröffentlichten Programmierer die Anwendung "Phone Story" und boten sie in Apples App-Store zum Kauf an. Als die Firma erkannte, dass darin satirisch die Produktionsbedingungen ihrer Waren angeprangert werden, sperrte es die Anwendung. Allerdings hat diese es als Video längst zu Youtube und anderen Videoportalen geschafft.
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