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16. Dezember 2010

Deutschland im Schnee: Benzin wird knapp

Abgesperrte Zapfsäule  Foto: dapd

Schneetief Petra sorgt im ganzen Land für Chaos. Die ersten Tankstellen haben kein Benzin mehr. Der Frankfurter Flughafen musste zeitweise geschlossen werden. Mehrere Menschen starben bei Unfällen.

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Schneetief Petra sorgt im ganzen Land für Chaos. Die ersten Tankstellen haben kein Benzin mehr. Der Frankfurter Flughafen musste zeitweise geschlossen werden. Mehrere Menschen starben bei Unfällen.

Offenbach –  

Den ersten Tankstellen in Deutschland geht wegen des Winterwetters der Treibstoff aus. Weil auch die Tanklastzüge auf den schneebedeckten Autobahnen und Bundesstraßen nicht mehr durchkommen, bleiben einige Lieferungen aus, wie der Mineralölwirtschaftsverband am Freitag mitteilte.

Besonders betroffen seien Stationen in den Mittelgebirgen wie im Harz, Erzgebirge oder Thüringer Wald. Der Verband betonte aber, dass dies noch keine Krisensituation sei. Deutschland habe mit rund 15 000 Stationen ein sehr dichtes Tankstellennetz. Es werde ständig daran gearbeitet, die Versorgungskette nicht abreißen zu lassen.

„Sollte an einer Tankstelle vorübergehend das Benzin knapp werden, könnten die Autofahrer meist auf eine andere ausweichen“, sagte Verbandssprecherin Karin Retzlaff. Einige Mineralölfirmen wie etwa Shell hätten allerdings schon von Lieferproblemen berichtet.

Tanklager abgeschnitten

Problem sei, dass die Tankstellen nur begrenzt Treibstoffvorräte vorhalten und daher regelmäßig beliefert werden müssen. Nach Angaben des Verbandes hatte es wegen der Straßenbedingungen auch in einem großen Tanklager in Thüringen schon Schwierigkeiten mit der Auslieferung gegeben.

Auch im Süden Niedersachsens berichtete die Polizei davon, dass Tanklastwagen die Tankstellen nur schwer erreichen könnten. Bei Sichtweiten unter 50 Metern oder Glätte müssen Gefahrgut-Transporter den nächsten Parkplatz anfahren. In Göttingen wurden demnach Superbenzin und Diesel schon zur Mangelware.

Drei Unfalltote in Bayern

Überall in Deutschland hat der heftige Schneefall in der Nacht zu Freitag und am Freitagvormittag zu teils chaotischen Zuständen auf den Straßen geführt. Es kam zu zahlreichen Unfällen und langen Staus auf Autobahnen und Bundesstraßen. In Bayern starben drei Menschen bei Autounfällen.

Auch der Luftverkehr war zeitweise beeinträchtigt, der Flughafen Frankfurt war für für eine Stunde geschlossen, um die Start- und -Landebahnen räumen zu können. Zahlreiche Flüge wurden annulliert, was aber im Wesentlichen auf Probleme auf anderen Flughäfen zurückzuführen war.

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach hatte insbesondere für den Norden und den Westen Unwetterwarnungen vor starkem Schneefall und Verwehungen herausgegeben. Am Freitag sei im Nordwesten noch mit Schneeschauern zu rechnen, südostwärts soll es weiter ausdauernd schneien. Für Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt konnte die Warnung allerdings am frühen Morgen aufgehoben werden.

In Hessen fielen in der Nacht etwa 20 Zentimeter Neuschnee, teilte die Landesmeldestelle Verkehr mit. Im Kreis Odenwald waren es sogar 30 Zentimeter, dort sind jetzt Schneeketten vorgeschrieben. Auf mehreren Autobahnen bildeten sich lange Staus. So standen auf der A 3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und Niedernhausen Lastwagen auf einer Strecke von 16 Kilometern dicht an dicht auf allen Spuren.

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