In Australien sind die Kaninchen los, und sie werden immer mehr. Für Umweltschützer ist deshalb die Zeit gekommen, erneut gegen die kuscheligen Nager vorzugehen. Sollten sie sich mit ihrer Forderung durchsetzen, stünde Australien die seit den 1950er Jahren dritte Ausrottungsaktion gegen Kaninchen bevor - die bislang letzte liegt gerade einmal 15 Jahre zurück.
Seit ihrer Einfuhr vor gut 150 Jahren haben sich die Kaninchen zur schlimmsten Landplage des Kontinents entwickelt. Sie verursachen jährlich einen Schaden von etwa 206 Millionen Dollar für die Landwirtschaft und bedrohen den Lebensraum heimischer Tierarten. Nach der Umfrage eines australischen Forschungsinstituts sind sich die meisten Australier der Kaninchenplage bewusst, wobei allerdings junge Leute für die von den paarungsfreudigen Tieren ausgehenden Gefahren sensibilisiert werden müssen.
„Manche finden Kaninchen nur süß und knuddelig“ sagte Umweltschützerin Jenny Quealy, „aber ich glaube, dass sie eine absolute Katastrophe für Australien sind. Wir können nicht genug tun, um ihr Zahl und ihren negativen Einfluss zu verringern.“ Ein Kaninchenpaar kann in anderthalb Jahren bis zu 184 Nachkommen hervorbringen. (rtr)
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