Bei Drogenrazzien in drei Bundesländern sind 14 mutmaßliche Dealer festgenommen worden. In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Nordrhein-Westfalen wurden am Mittwoch 22 Häuser durchsucht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Halle mitteilten. Von den Festgenommenen befanden sich am Donnerstag 13 wieder auf freiem Fuß, ein Tatverdächtiger sollte dem Haftrichter vorgeführt werden, sagte eine Oberstaatsanwältin.
An dem Großeinsatz nahmen 450 Beamte von Polizei, Landeskriminalamt und Zoll teil. Seit Monaten war gegen die Festgenommenen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel-, Waffen- und Arzneimittelgesetz ermittelt worden.
Neben acht Schusswaffen wurden mehr als 2,2 Kilogramm Marihuana, Amphetamine, Kokain und Crystal Meth beschlagnahmt. Ferner wurden vier mit Anabolika gefüllte Reisetaschen sowie 20.000 unverzollte Zigaretten sichergestellt.
In das Netz der Ermittler gerieten auch zwei Polizeibeamte der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd, die sich wegen des Besitzes und Handels von Arzneien zum Doping verantworten müssen. Ein Beamter wurde vom Dienst suspendiert. (dapd)
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