Ciudad Juarez. In der nordmexikanischen Stadt Ciudad Juarez hat am Sonntag bei einer Geburtstagsparty von Jugendlichen eine schwer bewaffnete Gruppe von Männern 13 Menschen umgebracht. Zudem seien 17 der Party-Gäste - überwiegend Studenten - verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua mit. Zu dem Überfallkommando zählten 18 Männer.
Die Hintergründe des Massakers im Südwesten der Stadt waren zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft vermutet einen Zusammenhang mit Drogengeschäften. "Wir verfolgen bei unseren Ermittlungen zwei Stränge, einer davon hat mit Drogen zu tun", sagte Staatsanwältin Patricia Gonzalez. Augenzeugen hätten berichtet, dass einer der Täter nach jemandem Ausschau gehalten habe.
In Chihuahua liefern sich die Drogenkartelle Juárez und Sinaloa einen erbitterten Kampf. In der 1,3-Millionen-Einwohner Stadt Ciudad Juarez, die direkt an die US-Bundesstaaten New Mexico und Texas grenzt, wurden im vergangenen Jahr im Kampf der Drogenkartelle 2650 Menschen ermordet.
Die Täter des Überfalls vom Sonntag fuhren nach Zeugenangaben in sieben Autos vor. Sie verfolgten Jugendliche, die zu flüchten versuchten, und schossen sie nieder. Anlass der Party war der 18. Geburtstag eines Jugendlichen. Unter den Toten war auch der Vater des Geburtstagskindes. (afp/rtr)
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