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29. Januar 2016

E-Zigarette und E-Shisha: Kein harmloses Vergnügen

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Teilweise inhalieren Raucher mit der E-Zigarette auch Nikotin.  Foto: dpa

Das Bundesinstitut für Risikobewertung kommt zu dem Schluss, dass elektronische Zigaretten und Shishas gesundheitliche Risiken bergen. Deshalb dürfen E-Zigaretten und E-Shishas nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden.

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Sie duften nach Schokolade oder Himbeeren, nach Vanille, Wassermelone oder Eierlikör: Die Flüssigkeiten für E-Zigaretten und E-Shishas gibt es in den kuriosesten Geschmacksrichtungen. Genau das macht sie so attraktiv für Kinder und Jugendliche. Doch unabhängig vom Nikotingehalt der elektronischen Shishas oder Zigaretten kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Studie zu dem Ergebnis, dass diese Produkte gesundheitliche Risiken bergen.

Der Bundestag hat daher am Donnerstag ein Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von E-Zigaretten und E-Shishas beschlossen. Es sieht vor, dass die Abgabe- und Konsumverbote von Tabakwaren auch für diese neue elektronische Form der Rauchwaren gelten. Konkret heißt das: Sie dürfen nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden.

E-Shishas sind eine neue Variante der elektronischen Zigarette, bei denen Flüssigkeiten durch ein elektrisches Heizelement verdampft und die entstehenden Aerosole eingeatmet werden. Sie enthalten häufig, aber nicht immer, kein Nikotin.

„Es wurde Zeit, die Regelungen zum Jugendschutz auch auf elektronische Zigaretten und Shishas auszuweiten. Diese Produkte verfügen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe über ähnliche Risiken für physische Abhängigkeiten und die körperliche Gesundheit wie klassische Tabakzigaretten“, sagte die Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Mechthild Heil. Die Öffentlichkeit unterschätze und verharmlose die Produkte.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks (SPD) aus dem Jugendministerium glaubt, dass auch nikotinfreie E-Zigaretten die Reizschwelle senkten, auf normale Zigaretten umzusteigen. „Mit dem Abgabeverbot schließen wir eine Regelungslücke.“

Neben Union und SPD stimmten auch die Grünen für den Gesetzentwurf der Koalition.

Eine frühere Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hatte ergeben, dass jeder fünfte Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren schon einmal eine E-Shisha und jeder siebte eine E-Zigarette probiert hat. Langfristige gesundheitliche Auswirkungen sind allerdings noch weitgehend unbekannt.

Kurzfristige schädliche Effekte wurden aber nachgewiesen: Atemwegseinengungen, Reizungen im Rachen und Mundraum und trockener Husten. Die BZgA geht daher davon aus, dass ein dauerhafter Konsum ebenfalls Schädigungen der Atemwege verursachen kann. Hinzu kommt, dass E-Zigaretten und Liquids bisher noch keiner einheitlichen Regulierung oder Qualitätskontrolle unterliegen. Im Frühjahr 2014 hat das Europäische Parlament eine neue Tabakrichtlinie verabschiedet, die auch Regulierungsvorschriften für nikotinhaltige E-Zigaretten beinhaltet. Die Mitgliedsländer haben bis Mai 2016 Zeit, die Richtlinien in nationales Recht umzusetzen.

Erst vergangene Woche ist ein 20-jähriger Kölner bei der Explosion seiner E-Zigarette schwer verletzt worden. Das Opfer habe Schnitt- und Brandwunden im Gesicht erlitten sowie mehrere Zähne durch die Detonation verloren. Die E-Zigarette war explodiert, nachdem der Mann an ihr gezogen hatte.

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