München/Paris. EADS-Chef Louis Gallois erwartet fast 25 Prozent mehr Gewinn des deutsch-französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns bis Ende 2012 allein durch engere interne Zusammenarbeit. «Wir haben jetzt konzernweit die gleichen Abläufe bei Personalverwaltung, Einkauf, IT oder Finanzen.
Wir wollen damit bis zum Jahresende weitere 350 Millionen Euro einsparen», sagte Gallois der «WirtschaftsWoche». Er kündigte an, dass die Einsparungen «direkt in den Gewinn vor Steuern und Zinsen fließen». Laut der Zeitung wäre das ein Plus von knapp einem Viertel gegenüber dem Gewinn vor Steuern und Zinsen 2011, den Analysten auf rund 1,5 Milliarden Euro schätzen. Die Bilanz für 2011 will EADS am 8. März vorstellen.
Eine weitere deutliche Gewinnsteigerung erwartet Gallois, der im Juni sein Amt an den bisherigen Chef der EADS-Tochter Airbus, Thomas Enders, übergibt, vom neuen Mittelstreckenjet A320neo, den Airbus von 2015 an ausliefern will. «Vom ersten Flugzeug an» werde der A320neo Geld bringen: «Die Entwicklungskosten sind begrenzt, so dass wir sie bereits vor Beginn der Produktion abgeschrieben haben werden. Und weil wir für das Flugzeug dank des deutlich niedrigeren Spritverbrauchs zudem einen höheren Preis bekommen als für die bisherige Variante, wird das von Anfang an ein gutes Geschäft.» Für den A320neo hat Airbus derzeit mehr als 1300 feste Bestellungen vorliegen. (dpa)
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