Quito. In Ecuador darf die erfolgreiche US-Serie "Die Simpsons" auf Anordnung der Regierung nicht mehr im Tagesprogramm gezeigt werden. Die Rundfunkbehörde Conartel wolle den "Einfluss der Serie auf Jungen, Mädchen und Jugendliche" prüfen, teilte der von der Entscheidung betroffene Sender Teleamazonas am Donnerstag mit. Bislang hatte der Sender die "Simpsons" von Montag bis Freitag im Familienprogramm ausgestrahlt.
Conartel untersagte Teleamazonas nun, die "Simpsons" in der Zeit von 6 Uhr morgens bis 21 Uhr ins Programm zu nehmen. Der Sender will die oft ironische Zeichentrickserie aber nicht absetzen, sondern ab sofort um 5.30 Uhr morgens ausstrahlen. Die staatliche Regulierungsbehörde setzte eine 90-tägige Untersuchung der "Simpsons" an.
Nach eigenen Angaben will die staatliche Regulierungsbehörde mit der Entscheidung das junge Publikum vor "Programmen und Inhalten schützen, die Gewalt und rassistische oder geschlechtliche Diskriminierung" verbreiten. Mit dieser Begründung untersagte Conartel kürzlich auch die Ausstrahlung der japanischen Zeichentrickserie "Dragon Ball Z" während des Tages. Medienexperten und die ecuadorianische Presse kritisierten die Entscheidung der Rundfunkbehörde. (afp)
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