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01. Dezember 2014

Eis-Regen: Eis-Chaos legt Tschechien lahm

 Von 
Eisregen legt in vielen tschechischen Städten den Straßenbahn- und O-Bus-Verkehr lahm.  Foto: Imago/Symbolbild

Hohe Luftfeuchtigkeit, Nebel und Sprühregen sorgen in Tschechien in Verbindung mit niedrigen Temperaturen für ein Verkehrschaos. In gestrandeten Zügen sitzen Tausende Fahrgäste fest, auf den Straßen passieren unzählige Unfälle.

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Prag –  

Tausende Menschen warten in Tschechien in gestrandeten Zügen und auf den Bahnhöfen auf die Weiterfahrt, in einigen Städten stehen Straßenbahnen und Oberleitungsbusse still. Auf den Straßen haben die Einsatzkräfte ebenfalls alle Hände voll zu tun: Zahlreiche Unfälle und umgestürzte Bäume blockieren die Verkehrswege.

Grund für das Verkehrschaos, das große Teile der Tschechischen Republik lahmlegt, sind die plötzlich gefallenen Temperaturen in Verbindung mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Dadurch bildet sich auf Stromleitungen und Bäumen eine dicke Eisschicht. Die Folgen sind dramatisch: Züge, Straßenbahnen und O-Busse haben keinen Kontakt mehr zum Stromnetz und bleiben mitten auf der Strecke stehen. Durch das Gewicht des Eises reißen außerdem viele Leitungen und Bäume stürzen um.

Besonders betroffen sind der Osten und der Süden des Landes: Auf der stark frequentierten Eisenbahn-Haupstrecke zwischen Prag und Ostrau/Ostrava blieben im Raum Olmütz/Olomouc zahlreiche Züge liegen: "Es sind einige Dutzend Züge und mehrere Tausend Reisende betroffen", sagte ein Sprecher der Tschechischen Bahnen (České dráhy, ČD) gegenüber tschechischen Medien.

Probleme gibt es auch auf der Strecke Prag - Brünn/Brno, wo auch einige internationale Fernreisezüge von und nach Österreich, Ungarn und Deutschland betroffen sind. Weil die Lokomotiven keinen Kontakt mehr zur Oberleitung haben, fällt in den stehenden Zügen auch die Heizung aus. Die ČD versuchen nun, die auf offener Strecke gestrandeten Züge mit Diesellokomotiven wieder flottzukriegen.

Verkehrschaos in den Städten

Für ein Verkehrschaos hat das Eis auch in der zweitgrößten tschechischen Stadt Brünn/Brno im Südosten des Landes gesorgt. Dort brach Montagvormittag der hauptsächlich von Straßenbahnen und Oberleitungsbussen bestrittene öffentliche Personennahverkehr zusammen, gestrandete Bahnen und Busse blockierten einige Straßenzüge. Mit Dieselbussen versuchte der städtische Verkehrsbetriebe einen Notverkehr aufrecht zu erhalten.

Am Abend erreichte die Schlechtwetterfront auch die Hauptstadt Prag. Auch dort mussten wegen vereister Oberleitungen einige Straßenbahnlinien eingestellt werden. Der Verkehrsbetrieb empfahl, auf die U-Bahn-Linien auszuweichen. Auch die S-Bahn geriet wegen der Verspätungen und Behinderungen auf dem tschechischen Bahnnetz aus dem Takt, Tausende Pendler mussten mitten im Berufsverkehr Zugausfälle und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Auf den zum Teil spiegelglatten Straßen ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Auf dem Prager Autobahnring kam der Verkehr zeitweise zum Erliegen.

Gefährliches Eis auch in Niederösterreich

Auch im Nordosten Österreichs halten Eisregen und gefrierender Nebel die Einsatzkräfte weiter in Atem. Immer mehr Bäume sind der Eislast nicht mehr gewachsen und stürzen um. Sie blockieren Verkehrswege und kappen Strom- und Telefonleitungen. Im nördlichen Niederösterreich sind etwa 2000 Haushalte ohne Strom. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden, einige Schulen bleiben aus Sicherheitsgründen geschlossen.

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