Der getötete Manager Dominik Brunner war nach Auskunft seiner ehemaligen Lebensgefährtin gesund. „Er hatte keine gesundheitlichen Probleme“, sagte die 51-jährige Ärztin am Dienstag vor dem Landgericht München I. Er habe niemals über Herzbeschwerden geklagt. „Das hätte er mit erzählt.“ Sie habe ihn zudem nie aggressiv erlebt - „aufgeregt vielleicht, aber nie aggressiv“.
Brunner und die Frau hatten sich am Vortag der Vorfälle am Bahnhof Solln getroffen und den Abend, sowie den Morgen des Tattages gemeinsam verbracht. Die Zeugin bezeichnete ihr Verhältnis zu Brunner als „sehr freundschaftlich“.
In dem Mordprozess wirft die Staatsanwaltschaft den beiden jugendlichen Angeklagten vor, den Manager im vergangenen September am S-Bahnhof München-Solln mit Schlägen und Tritten aus Rache getötet zu haben, weil er vier Schüler vor ihnen in Schutz genommen hatte.
Brunner habe gerne Sport getrieben, jedoch nicht fanatisch, sondern um sich fit zu halten, berichtete die Ex-Freundin. Deshalb sei er auch Mitte der 90er Jahre zeitweise zum Boxtraining gegangen. Allerdings habe er an Allergien gelitten und gelegentlich asthmatische Beschwerden gehabt. Sie hätten auch nach der Trennung eine sehr gutes freundschaftliches Verhältnis gehabt. Gesehen hätten sie sich zwei bis dreimal im Jahr, sagte die Zeugin.
Brunner hatte nach bisherigen Berichten ein vergrößertes Herz und starb an Herzstillstand, nicht direkt an den 22 Verletzungen durch die Tritte und Schläge.
Das Gericht hatte für Dienstag ursprünglich die Aussage des Vaters des Opfers, Oskar Brunner, vorgesehen, der in dem Prozess als Nebenkläger auftritt. Sein Zustand lasse eine Zeugenaussage derzeit aber nicht zu, wie seine Anwältin mitteilte. (dpa/ddp)
Schräge Kandidaten, internationale Musik: Das ist der Eurovision Song Contest in Baku. Wegen der politischen Zustände in Aserbaidschan wird er dieses Jahr heftiger Kritik begleitet. Mehr dazu im Spezial.
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.