Wolfgnag Rabe, 56, Rechts- und Sicherheitsdezernent, machte im Vorfeld der Raver-Parade Druck: Als der Veranstalter erklärte, dass er die Sicherheitsbestimmungen nicht erfüllen könne, forderte Rabe dennoch eine Lösung, weil „der Oberbürgermeister die Veranstaltung“ wünsche.
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Dieter Wehe, 57, ist Polizeiinspekteur in Nordrhein-Westfalen. Er meint, dass die Zahl der Ordner im Eingangs- und Rampenbereich nicht ausgereicht habe. Außerdem sei das Gelände zu spät für Besucher geöffnet worden, was einen Stau verursacht habe.
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Stephan Becker, 49, ist Kriminaldirektor bei der Kölner Polizei und leitet die Kommission, die die Hintergründe des Unglücks von Duisburg aufklären soll. Becker steht an der Spitze des Dezernats für Organisierte Kriminalität.
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Fritz Pleitgen, 72, ist Geschäftsführer der Ruhr.2010.GmbH. Die Loveparade fand diesmal in der Kulturhauptstadt statt. An der Planung des Techno-Spektakels war die GmbH aber nicht beteiligt. Von Sicherheitsbedenken, sagt Pleitgen, habe er nichts gewusst.
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Rainer Schaller, 41, ist Inhaber der Firma Lopaven und Veranstalter der Loveparade. Schaller gerät immer mehr ins Zentrum der Kritik. Ihm wird vorgeworfen, die Sicherheit der Besucher vernachlässigt zu haben, weil es ihm vor allem um Gewinne gegangen sei.
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Jürgen Dressler (SPD), 61, Leiter des Baudezernats, erhob im Juni schriftlich Einwände gegen das Sicherheitskonzept. Er lehnt jede Verantwortung ab. Laut Stadtverwaltung hat Dressler vorige Woche ein Sicherheitskonzept gegengezeichnet.
Detlef von Schmeling, 58, leitet kommissarisch die Polizei in Duisburg. Nach der Katastrophe verteidigte er das Sicherheitskonzept. Die Polizei habe keine Fehler gemacht. Verwunderung erregte die Aussage, er könne keine Massenpanik bestätigen. Die Stadt Duisburg macht die Polizei verantwortlich.
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Ralf Jäger, 49, wurde im Juli Innenminister von Nordrhein-Westfalen und ist Chef der Duisburger SPD. Er macht den Veranstalter für das Unglück verantwortlich. Das Sicherheitskonzept sei nicht umgesetzt und die Anweisungen der Polizei nicht befolgt worden.
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Michael Schreckenberg, 54, ist Professor an der Universität Duisburg-Essen und bekannt als Panikforscher. Er wies die Stadt auf die Problempunkte Bahnhof und Tunnel hin, verteidigte das Sicherheitskonzept aber dennoch als „in sich logisch und schlüssig“.
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Die Protagonisten von Duisburg
Adolf Sauerland (CDU), 55, ist Duisburgs Oberbürgermeister. Er bestand darauf, die Loveparade in die Kulturhauptstadt zu bringen. Kritiker werfen ihm vor, Warnhinweise missachtet zu haben. Einen Rücktritt lehnt Sauerland ab: Er habe nie eine Genehmigung für die Loveparade unterschrieben, argumentiert er. Inzwischen ist der Druck auf ihn hoch. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) forderte ihn gestern auf, sich der „politischen Verantwortung“ zu stellen. Der Trauerfeier will Sauerland nicht beiwohnen. Er wolle die Angehörigen der Opfer nicht mit seiner Anwesenheit provozieren, ließ er mitteilen.
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