Das Klinikum Bremen-Mitte ist bei der Infektionswelle auf seiner Frühchen-Intensivstation offenbar seinen Dokumentationspflichten „nicht ausreichend nachgekommen“ und hat zudem gesetzliche Meldepflichten verletzt, ebenso wie das Bremer Gesundheitsamt. Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht, den der Justiz-Staatsrat Matthias Stauch erstellt hat.
Ob bei korrekterem Handeln zumindest ein Teil der drei Todesfälle hätte verhindert werden können, ließ Stauch offen. Er nannte den am Dienstag vorgestellten Bericht eine „vorläufige und vorsichtige Einschätzung“, die vor allem auf Aktenstudium beruhe. Eine endgültige Aufklärung und Bewertung soll ein Untersuchungsausschuss der Bremischen Bürgerschaft leisten, der am Montagnachmittag mit seiner öffentlichen Beweisaufnahme begonnen hat. Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft weiterhin wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. (stg.)
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