Hattingen (dpa/lnw) - Bei der Explosion einer Fünf-Zentner-Bombe sind in Hattingen im Ruhrgebiet 17 Menschen leicht verletzt worden. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg flog bei Baggerarbeiten in einem Industriegebiet in die Luft. Mehrere Gebäude wurden beschädigt.
"Die Beschäftigten hatten noch Glück. Sie kamen fast alle mit einem Knalltrauma davon", sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Baggerführer, der mit Arbeiten neben einer Halle beschäftigt war, erlitt außerdem Schnittverletzungen an der Hand. Sein Führerhaus wurde deformiert, die Scheiben zersplitterten. Der Bagger hatte den Blindgänger in etwa einem halben Meter Tiefe zur Explosion gebracht.
Die Industriegebäude wurden an den Fassaden und auch innen beschädigt. "Teile sind bei der Explosion bis zu 500 Meter weit geflogen", sagte der Feuerwehrsprecher. Nur durch großes Glück sei nicht mehr passiert. Der Baggerführer sei in seinem Führerhaus gut geschützt gewesen und deshalb mit vergleichsweise leichten Verletzungen davongekommen.
Das Industriegebiet gehört zum Areal des ehemaligen Stahlwerks Henrichshütte, das 1987 geschlossen und zum Industriedenkmal ausgebaut wurde. Ein Teil der Fläche wurde für Unternehmensansiedlungen umgewidmet. Die 1854 gegründete Henrichshütte ist eines der traditionsreichsten Eisenhüttenwerke des Ruhrgebiets. Bis zu 10.000 Arbeiter produzierten hier einst Eisen und Stahl.
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