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05. Januar 2013

Hitze und Brände in Australien: Deutsche stirbt an extremer Hitze

Auf der Insel Tasmanien brennt ein Haus. Foto: Reuters

Extreme Hitze und Buschbrandgefahr: Australiens Feuerwehr ist in höchster Alarmbereitschaft. Hunderte Menschen fliehen vor Waldbränden auf der Insel Tasmanien. Eine deutsche Touristin stirbt bei den Extremtemperaturen.

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Seit Tagen hält eine Hitzewelle Australien fest im Griff - nun ist eine deutsche Touristin gestorben. Die 31-Jährige brach Medienberichten zufolge bei Temperaturen rund um 40 Grad Celsius auf einem abgelegenen Pfad im Bundesstaat Victoria zusammen und erlitt einen Herzstillstand. Mit einem Freund sei sie auf dem Weg zurück zu ihrem Campingplatz gewesen, schrieb die Zeitung „Sydney Morning Herald“ am Samstag. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes (AA) in Berlin sagte der Nachrichtenagentur dpa, dem AA sei der Fall bekannt. „Das deutsche Generalkonsulat in Sydney ist eingeschaltet und steht mit lokalen Behörden und Angehörigen in Kontakt.“

Große Teile Australiens leiden weiter unter den Rekordtemperaturen und extremer Buschbrandgefahr. Auf der Insel Tasmanien mussten am Samstag Hunderte Einwohner und Touristen über das Meer vor Waldbränden fliehen. Tausende sitzen aber noch immer im Südosten der Insel fest, weil das Feuer mehrere Straßen unpassierbar gemacht hat. „Die große Mehrheit der Menschen ist dort geblieben“, sagte Polizeichef Scott Tilyard. „Wo immer es uns möglich war, haben wir Menschen mit Schiffen in Sicherheit gebracht.“

Die Buschfeuer in Tasmanien hinterlassen ein Bild der Zerstörung. Foto: Chris Kidd
Die Buschfeuer in Tasmanien hinterlassen ein Bild der Zerstörung. Foto: Chris Kidd

Fast 50 Grad gemessen

Besonders betroffen waren die Ortschaft Dunalley etwa 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Hobart und weitere nahe gelegene Fischerorte. Mindestens 100 Häuser brannten nieder. In Dunalley seien die Schule, die Polizeiwache eine Tankstelle und eine Bäckerei niedergebrannt, sagte Tilyard. Einige Menschen hätten alles verloren, berichtete Reiseveranstalter Nick Wardlaw dem Sender „ABC“. „Sie haben es nur mit dem raus geschafft, was sie auf dem Leib trugen.“

In Port Arthur würden noch 700 Menschen auf die Evakuierung der früheren Strafkolonie warten, größtenteils Touristen. 3000 Mahlzeiten seien in der betroffenen Region verteilt worden, so Tilyard. „Der Himmel war scharlachrot“, berichtete ein Bewohner der Region Reportern. Er hatte sich auf einem Boot vor den Flammen in Sicherheit gebracht. „Es brannte direkt bis an die Wasserlinie. Es war unglaublich.“ Storm und Telefone seien in Teilen der Region ausgefallen, berichteten lokale Medien.

In ganz Australien ist die Feuerwehr wegen der großen Hitze in Alarmbereitschaft. Das Risiko weiterer Buschbrände sei angesichts der hohen Temperaturen und teils heftigen Winde landesweit enorm hoch, warnten die Behörden. In Hobart kletterte die Temperatur auf den Rekordwert von 41,8 Grad. In Eucla, 1500 Kilometer östlich der Westküstenstadt Perth, wurden diese Woche 48,2 Grad gemessen - so viel wie nie zuvor in der Region. Perth war so heiß wie seit 80 Jahren nicht. In Wudinna in Südaustralien wurden 47 Grad gemessen, in Melbourne 41 und in Adelaide 44. „Passt auf euch auf und bringt euch in Sicherheit“, twitterte Premierministerin Julia Gillard am Freitag. (dpa)

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