Huntsville (ap) - Ein wegen Raubmordes zum Tode verurteilter Honduraner ist in Texas hingerichtet worden. Die Hinrichtung des illegal in die USA eingewanderten Heliberto Chi erfolgte mit einer Giftinjektion im Gefängnis von Huntsville. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der USA einen Antrag des 29-Jährigen auf Aussetzung der Exekution abgelehnt.
Seine Anwälte machten geltend, Chi sei nach seiner Festnahme nicht darüber aufgeklärt worden, dass er entsprechend der Wiener Konvention von 1963 rechtlichen Beistand vom honduranischen Konsulat in Anspruch nehmen könne. Chi war schuldig befunden worden, 2001 bei einem Raubüberfall auf ein Bekleidungsgeschäft bei Dallas, in dem er einmal gearbeitet hatte, seinen früheren Arbeitgeber erschossen zu haben.
Die Regierung in Honduras protestierte gegen die Hinrichtung. Sie warf den US-Behörden vor, bei der Festnahme Chis gegen die Wiener Konvention verstoßen zu haben.
Erst am Dienstag war nach einem langen Rechtsstreit ein aus Mexiko stammender Mörder in Texas hingerichtet worden. Auch indem Fall spielte die fehlende konsularische Betreuung eine Rolle.
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