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10. Januar 2013

Hudson Bay: Happyend für Orcas im Eismeer

 Von 
Seit Tagen versuchen die Inuit verzweifelt, die schwarz-weiß gefleckten Killerwale zu retten. 

Die Orca-Wale, die in der Hudson-Bucht unter einer dicken Eisdecke eingeschlossen waren, sind frei. Windböen hatten das Eis auf etwa 40 Kilometer Länge aufgerissen und den Walen damit offenbar den Weg in die Freiheit ermöglicht.

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EDMONTON –  

Das Drama der Natur spielte im Norden der Hudson Bay nahe einer Inuit-Gemeinde mit dem Namen Inukjuak. In der Sprache der arktischen Ureinwohner bedeutet das „die Giganten“ und für viele der 1.800 Dorfbewohner stand der Name für Tage des Hoffens und Bangens.

Vor ihrer aller Augen kämpfen elf vom Eis eingeschlossene Orcas drei Tage ums Überleben und die Inuit hatten verzweifelt versucht, die schwarz-weiß gefleckten Killerwale zu retten. Am Ende kam ihnen Mutter Natur zu Hilfe und die Tiere konnten sich dank günstiger Winde offenbar von selbst befreien.

Bürgermeister Peter Inukpuk berichtete am Donnerstagmorgen, dass die Orcas über Nacht einen Weg ins offene Wasser gefunden hätten. "Die Winde haben haben die Eisdecke aufgerissen und den Weg für die Wale freigemacht", sagte er dem kanadischen Sender CBC. "Wir sind erleichtert."

Ein Jäger der Inuit hatte die um Luft ringenden Meeressäuger am Dienstag etwa 30 Kilometer vor der Küste Inukjuaks in einer Öffnung im Eis entdeckt. Das Atemloch hatte nur etwa die Größe eines Lastwagens und zog sich zwischenzeitlich immer weiter zu. Die Wale waren Augenzeugenberichten zufolge völlig verängstigt. Immer wieder tauchten sie für längere Zeit ab, offenbar auf der Suche nach der offenen See. Später tauchten sie wieder auf und schnappten panisch nach Sauerstoff. Mindestens einer der Wale hatte sich an den scharfen Kanten des Eises verletzt und blutete stark.

Mit Kettensägen und Stemmeisen wollten 22 Männer am Donnerstag versuchen, das Atemloch weiter offen zu halten. Doch als sie kurz nach acht Uhr morgens am Ort des Geschehens ankamen, waren die Wale verschwunden. Windböen hatten das Eis auf etwa 40 Kilometer Länge aufgerissen und den Walen damit offenbar den Weg in die Freiheit ermöglicht.

Am Mittwoch hatte der Bürgermeister noch verzweifelt an die kanadische Regierung appelliert, einen Eisbrecher zu entsenden, um den Walen einen Fluchtweg zu schaffen und die Fischereibehörde wollte ein Expertenteam in die entlegene Region senden.

Killerwale kommen im Januar normalerweise nicht in der Hudson Bay vor, im Winter halten sie sich gewöhnlich in wärmeren Gewässern auf. Biologen glauben, dass die Klimaerwärmung die Orcas in nördlichere Gebiete lockt.

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