Mexiko-Stadt. Mit Windstärken von mehr als 180 Kilometern pro Stunde hat der Hurrikan "Jimena" am Mittwochmorgen (MESZ) die mexikanische Pazifikküste erreicht. Dort hatten sich bereits in den vergangenen Tagen die Wetterbedingungen drastisch verschlechtert. Der Wirbelsturm warf meterhohe Wellen an die Küsten. Seine Regenmassen verwandelten in den Bergen Bäche in reißende Flüsse und setzten tiefliegende Gebiete unter Wasser.
Meteorologen des US- Hurrikanzentrums in Miami haben vorausberechnet, dass das Zentrum des Sturmes bei der Gemeinde San José de Comondú das dünn besiedelte Land im Süden der Halbinsel trifft. Es sei damit zu rechnen, dass "Jimena" bei seinem Zug über die rund 2000 Meter hohen Berge weiter an Kraft einbüßen werde. Am Morgen war der Wirbelsturm bereits in die Kategorie 2 auf der fünfteiligen Skala zurückgestuft worden.
Im Süden der etwa 1500 Kilometer langen Halbinsel, aber auch in den Staaten auf der Ostseite des Golfes, Sinaloa und Nayarit waren die Ausläufer des Stürmen bereits zuvor zu spüren. Schwere Regenfälle setzten ein und überschwemmten etwa in der Stadt La Paz viele Straßen. Viele Touristen in den Urlaubszentren mussten ihre Ferien sicherheitshalber abbrechen. Insgesamt wurden rund 5000 Bewohner aus gefährdeten Gebieten vorsorglich in Sicherheit gebracht.
Im Atlantik vor der westlichen Karibik ist unterdessen ein neuer Tropensturm entstanden. "Erika" bewegte sich am Abend (Ortszeit) auf die nördlichen Leewardinseln zu. Dort, auf Antigua und Barbuda, aber auch auf den Niederländischen Antillen, wurden entsprechende Warnungen ausgegeben. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami wird der Wirbelsturm ähnlich wie Vorgänger "Bill" vor wenigen Tagen nördlich an den Antillen vorüberziehen. Auf den Inseln, von Barbuda bis Kuba, ist deshalb vor allem mit anhaltenden Niederschlägen zu rechnen. "Erika" entwickelte am Dienstag in seinem Zentrum Windstärken von 85 Kilometern in der Stunde. (dpa)
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