Oslo. Der deutsche Theatermacher, Regisseur und Komponist Heiner Goebbels (60) hat am Samstag in Oslo den Internationalen Ibsen-Theaterpreis in Empfang genommen. Mit umgerechnet rund 330 000 Euro gilt er als höchstdotierter Theaterpreis der Welt.
Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete, wurde die Auszeichnung zum Abschluss des Ibsen-Festivals an den künstlerischen Leiter des internationalen Kunstfestivals Ruhrtriennale 2012-2014 überreicht.
Bei der Bekanntgabe im März begründete die Jury ihre Entscheidung damit, dass Goebbels «ein wahrhafter Erneuerer» sei. Er habe die Kunstwahrnehmung des Publikums verändert und bei zahlreichen Künstlern entscheidende Wirkung hinterlassen. «Die Auszeichnung ist eine große Ehre. Es hat mich sehr überrascht, dass die Wahl auf mich gefallen ist, und das bewegt mich immer noch», hatte Goebbels im August in einem dpa-Interview zu seinem 60. Geburtstag gesagt.
Goebbels, 1952 in Neustadt an der Weinstraße geboren, inszeniert und komponiert seit den 90er Jahren innovatives Musiktheater. Die meisten seiner Produktionen entstanden am Théatre Vidy-Lausanne in der Schweiz.
Der Ibsen Preis wurde 2007 von der Regierung in Oslo gestiftet. Er erinnert an den großen norwegischen Dramatiker Henrik Ibsen (1828-1906). Bisherige Preisträger waren der Brite Peter Brook, die Französin Ariane Mnouchkine und der Norweger Jon Fosse. (dpa)
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