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02. März 2016

Indonesien: Tsunami-Warnung aufgehoben

Das Epizentrum des Erdbebens liegt vor Sumatra.  Foto: dpa/USGS

Vor der Küste Indonesiens ereignet sich ein starkes Erdbeben, eine große Katastrophe droht. Erste Tsunami-Warnungen werden jedoch nach kurzer Zeit zurückgenommen.

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Ein starkes Erdbeben hat in Indonesien vorübergehend Panik und eine Tsunamiwarnung ausgelöst. Nach ersten Angaben der Behörden gab es aber weder Todesopfer noch Schäden. Die Erdbebenwarte hob die Tsunamiwarnung am späten Mittwochabend (Ortszeit) auf.

Das Beben passierte westlich der Insel Sumatra. Dort nahmen auch das verheerende Beben und der Tsunami zu Weihnachten 2004 ihren Ausgang. Damals kamen rund um den Indischen Ozean 230 000 Menschen um.

Über die Stärke des Bebens gab es von verschiedenen Instituten unterschiedliche Angaben. Das Potsdamer Helmholtz-Zentrum sprach von einer Stärke von 7,7. Dieses Beben habe zu horizontalen und nicht zu vertikalen Verschiebungen des Meeresbodens geführt, sagte Prof. Rainer Kind vom Helmholtz-Zentrum. Bei solchen Beben sei die Tsunamigefahr gering. Vertikale Verschiebungen gebe es eher bei Beben in Küstennähe.

In der Küstenstadt Padang kam zunächst Panik auf, berichtete Einwohner Muhammad Ridho. Die Moscheen hätten die Tsunamiwarnung über Lautsprecher verbreitet. «Die Menschen flohen zu Fuß oder auf ihren Motorrädern. Es gab Verkehrsstaus», sagte er. «Nach Berichten aus den Regionen, wo das Beben gespürt wurde, sind keine Menschen zu Schaden gekommen», sagte der Sprecher der Behörde für Katastrophenschutz, Sutopo Nugroho.

Das Beben passierte etwa 800 Kilometer südwestlich von Padang in einer Tiefe von zehn Kilometern unter dem Meeresboden. Auch für die zu Australien gehörenden Kokos- und Weihnachtsinseln gab es eine Tsunami-Warnung, die später aufgehoben wurde.

Besonders nah am Zentrum des Bebens liegen die Mentawai-Inseln rund 150 Kilometer vor der Küste. Aber auch von dort gab es zunächst keine Schadensmeldungen. «Wir haben mit Beamten auf Mentawai gesprochen, und sie haben uns gesagt, es gebe weder Schäden noch Opfer», sagte der Chef der für die Region zuständigen Behörde für Katastrophenschutz dem Rundfunksender Elshinta. Im Oktober 2010 waren nach einem Erdbeben der Stärke 7,7 mit Tsunami auf den Mentawai-Inseln mindestens 400 Menschen ums Leben gekommen.

Rund um Indonesien bebt häufig die Erde. Der südostasiatische Inselstaat liegt in einer seismologisch aktiven Zone, in der es immer wieder zu Erschütterungen und Vulkanausbrüchen kommt. (dpa)

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