Bogota. Nach den Inzestfällen in Österreich und Italien wurde nun auch in Kolumbien ein Fall von schwerem Missbrauch innerhalb der Familie aufgedeckt: In der Stadt Mariquita im Nordosten des südamerikanischen Landes soll ein Mann seine Tochter mehr als 25 Jahre lang sexuell missbraucht und, je nach Berichten, zwischen sechs und acht Kindern mit ihr gezeugt haben.
Der 58-Jährige, den die Medien als "Monster von Mariquita" bezeichnen, wies die Inzest-Vorwürfe zurück und erklärte, die 35-Jährige sei nicht seine leibliche Tochter. "Ich habe sie adoptiert", sagte er am Wochenende vor Gericht. "Wir haben eine romantische Beziehung begonnen, weil wir uns beide wirklich geliebt haben. Aber sie ist nicht mein eigenes Kind."
Die Frau, die im Alter von fünf Jahren ihre Mutter verlor, behauptete dagegen, die leibliche Tochter des Mannes zu sein. Ihr Vater habe sie von ihrem neunten Lebensjahr an etwa 20 Jahre lang sexuell missbraucht, bekannte das Opfer laut Presseberichten. Erstmals sei sie als Neunjährige schwanger geworden. Dank der Hilfe eines Pfarrers habe sie aber den Mut gefunden, ihre Kinder zu nehmen und von zu Hause zu fliehen. Der Mann wurde festgenommen. Die Kinder der 35-Jährigen kamen in staatliche Obhut. rtr/afp/dpa
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