Aktuell: Trauer um Claudia Michels | Pegida | Flucht und Zuwanderung | Fußball-News | Eintracht Frankfurt

Panorama
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft

23. Oktober 2012

James Bond: "Skyfall" feiert Weltpremiere in London

007-Darsteller Daniel Craig und Schauspielerin Berenice Marlohe bei der Weltpremiere von "Skyfall" in London.Foto: REUTERS

Der neue James-Bond-Film "Skyfall" feiert Weltpremiere in London. Neben den Schauspielern um 007-Darsteller Daniel Craig und Bösewicht Javier Bardem kommen sogar die Royals. Bond-Darsteller Daniel Craig fühlt sich geehrt.

Drucken per Mail

Der neue James-Bond-Film "Skyfall" feiert Weltpremiere in London. Neben den Schauspielern um 007-Darsteller Daniel Craig und Bösewicht Javier Bardem kommen sogar die Royals. Bond-Darsteller Daniel Craig fühlt sich geehrt.

London –  

Fünfzig Jahre nach dem ersten Erscheinen von Geheimagent 007 im Kino ist der neueste James-Bond-Film in London mit einer besonders glamourösen Weltpremiere vorgestellt worden. Bei der Feier in der berühmten Royal Albert Hall ließen sich Hauptdarsteller Daniel Craig, Judi Dench, Javier Bardem und der Rest des Teams am Dienstagabend von den Fans bejubeln, bevor sie zusammen mit ausgewähltem Publikum „Skyfall“ anschauten. Ihre Majestät Queen Elizabeth II., in deren Dienst Bond in den Filmen steht, war zwar nicht dabei. Als Vertreter war jedoch ihr Sohn und Thronfolger Prinz Charles mit Frau Camilla geladen.

„Auf so einer Premiere bin ich noch nie gewesen, es ist absolut unglaublich“, sagte Craig auf dem Roten Teppich. Es sei eine „unglaubliche Ehre“ für ihn, Teil der Bond-Geschichte zu sein. Dass bei der Weltpremiere auch Prinz Charles dabei sein wolle - nachdem die Queen höchstpersönlich an einem James-Bond-Kurzfilm für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im Juli teilgenommen hatte - sei das „Sahnehäubchen auf der Torte“.

Daniel Craig (li.) als James Bond und Javier Bardem als sein Gegenspieler Raoul Silva in Skyfall.
Daniel Craig (li.) als James Bond und Javier Bardem als sein Gegenspieler Raoul Silva in "Skyfall".
Foto: dapd

Vor der Royal Albert Hall stand unter anderem ein Aston Martin, der klassische Bond-Wagen. Bardem, der in „Skyfall“ den Bösewicht Silva mimt, verriet, dass er immer davon geträumt habe, den Schurken in einem Bond-Film zu spielen. Auf die Frage nach dem Geheimnis von 007 sagte er: „Fünfzig Jahre sind eine lange Zeit - irgendwas muss da richtig gelaufen sein.“

Klassische Zutaten eines James-Bond-Films

In „Skyfall“ greifen Hacker den britischen Geheimdienst MI6 an, und Bond gerät an seine persönlichen Grenzen. Ansonsten hat "Skyfall" natürlich sämtliche klassischen Zutaten eines James-Bond-Films: schöne Frauen, geschüttelter Martini, ein schauerlicher Bösewicht, Maßanzüge, exotische Schauplätze und schnelle Autos. Sogar den alten Aston Martin DB5, den einst Sean Connery fuhr.

Detailverliebte, ewige 007-Fans dürften nicht enttäuscht sein. Aber anders als so manches Mal in der 50-jährigen Geschichte des Geheimagenten auf der Leinwand braucht der neue Bond das alles gar nicht unbedingt. Denn statt des Superhelden zeigen Daniel Craig und Regisseur Sam Mendes einen verwundbaren, vielschichtigeren Bond mit Vergangenheit. Sie machen ihn damit über den Stereotyp hinaus auch für Nicht-Bond-Kenner interessant.

Los geht es mit dem vermeintlichen Tod des Geheimagenten im Dienste ihrer Majestät. Nach einem Einstieg wie im Bond-Bilderbuch, mit Knalleffekten und dramatischer Verfolgungsjagd durch Istanbul, stürzt er von einem fahrenden Zug in die Tiefe hinab - einer von mehreren Bezugspunkten zum Titel "Skyfall". Denn der Fall aus dem Himmel ist auch metaphorisch: Der charmante, selbstsichere, ewig siegende Agent stürzt in eine tiefe persönliche Krise. Erst als der britische Geheimdienst MI6 Ziel von Hackerangriffen und Terroranschlägen wird, rappelt er sich auf und kommt zurück. "Wiederauferstehung ist meine Spezialität", so sein Kommentar dazu.

Aber auch beim MI6 ist nicht mehr alles, wie es war. Chefin M - zum siebten Mal von Judi Dench gespielt - soll abgelöst und in Rente geschickt werden. Sie wehrt sich, wird aber schwächer und angreifbarer in ihren Entscheidungen. Das Ganze spielt in einem Zeitalter, in dem nicht mehr Waffen die größte Gefahr sind, sondern Computerhacker. Fallen Bond und M gemeinsam oder können sie sich gegenseitig retten?

Wieder zurück zu den Wurzeln von 007

Dass nach dem eher enttäuschenden Vorgänger "Ein Quantum Trost" etwas ganz anderes kommen würde, ließ sich erahnen, als Sam Mendes als Regisseur bekanntgegeben wurde. Bond-Darsteller Craig soll ihn selber ausgesucht haben. Mendes ist mit sensiblen Dramen wie "Zeiten des Aufruhrs" oder "American Beauty" bekanntgeworden, als Action-Experte galt er bislang nicht gerade.

Craig und Mendes wollten wieder zurück zu den Wurzeln und nahmen sich die Buchvorlagen von Ian Fleming vor. Kritiker in Großbritannien verglichen Mendes Bond-Version bereits mit den Batman-Filmen von Christopher Nolan: Beide hätten ihren berühmten Helden eine kaum zu erwartende Vielschichtigkeit gegeben.

"Wir leben in einer Zeit, in der es möglich ist, einen großen, unterhaltsamen, glamourösen Eskapismus-Film zu machen, der gleichzeitig etwas über die Welt aussagt, in der wir leben", sagte Mendes. "James Bond fühlt sich wieder wie ein realer Mann in einer realen Situation an."

Doch bei aller Realitätsnähe gibt es genug "Wer's glaubt"-Momente voller Übertreibung, wie sie zu Bond einfach dazugehören. Eine der Hauptrollen hat auch wieder der britische Humor gespielt - zum Beispiel, wenn sich Bond mitten in einem surrealen Todesrennen erst einmal die Manschetten gerade zieht.

Ein Großteil des Unterhaltungswerts liegt aber auch in den teils außergewöhnlichen Schauspielleistungen. Javier Bardem, der für seine Bösewicht-Darstellung in "No Country for Old Men - Kein Land für alte Männer" einen Oscar bekam, mimt das gefährliche Genie Silva. Mit blond gefärbter Mähne und abwesendem Lachen gibt er ihm etwas Psychopathisches, das an frühere Bond-Film-Fieslinge erinnert. Ein Wiedersehen mit Bonds Versorgungsmann Q gelingt ebenfalls. Ben Winshaw spielt das junge Computergenie und wird von Bond erstmal nicht ernst genommen. Schießende Stifte gibt es bei ihm nicht mehr, macht Q dem Agenten deutlich. Whishaw: "Q repräsentiert eines der zentralen Themen des Films - das Alte gegen das Neue." (dpa)

Zur Homepage
comments powered by Disqus
Ressort

Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft.

Kalenderblatt 2014: 21. Dezember

Das aktuelle Kalenderblatt für den 21. Dezember 2014: Mehr...

Fotostrecken
Bambi 2014: Die Hin- und Weggucker

Ist sie frisch aus dem Dschungel entkommen? Nein, das soll wohl so. Das österreichische Model Larissa Marolt präsentiert - Mode. Mehr in unserer Fotostrecke: Die Hin- und Weggucker der Bambi-Verleihung.

Außerdem:
Fotostrecke: Die Bambi-Preisträger in Bildern
Fotostrecke: Prominente auf dem roten Teppich
Fotostrecke: Diese Preisträger standen schon fest

Videonachrichten Panorama
Anzeige

Fotostrecke
Costa Concordia

Das Wrack der Costa Concordia fasziniert - möglicherweise wegen des starken Kontrasts, der ihm innewohnt. Hier der verbogene und angerostete Teil, der eineinhalb Jahre unter Wasser lag. Dort jene farbenfrohen Flächen, die den Eindruck vermitteln, es sei nichts passiert. Wir haben einige Motive im Großformat zusammengestellt: Zur Premium-Galerie.

Videonachrichten Leute
Fotostrecke
Hunde-Dusche: Ein Labrador-Golden-Retriever-Mischling bekommt in Deutschlands erstem Hundewaschsalon in Duisburg eine Dusche.

Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.