Offenbach/Bochum. Es war die kälteste Nacht des Jahres, doch die Experten streiten sich: Gleich mehrere Orte in Deutschland waren am Mittwoch Anwärter auf den Titel "Kältester Ort der Nacht". Mit minus 24,3 Grad führte Bad Muskau in der Oberlausitz am Mittwochmorgen die Top-Ten-Liste des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach an.
Der Bochumer Wetterdienst Meteomedia hingegen meldete: Die kälteste Gemeinde war Haidmühle in Niederbayern mit minus 26,3 Grad. Und am Messpunkt am bayerischen Funtensee war es mit minus 30,5 Grad noch deutlich frostiger. Einig sind sich die Wetterfrösche dafür in einem Punkt:Die Nacht zum Mittwoch war deutschlandweit die kälteste dieses Jahres.
Auf Platz drei liegt bei Meteomedia Mähring in der Oberpfalz mit minus 24,8 Grad. Auf dem "Treppchen" des Deutschen Wetterdienstes landeten mit minus 24,0 Grad noch Deutschneudorf im Erzgebirge und die thüringische Gemeinde Crossen an der Elster mit minus 23,7 Grad.
Tief "Jennifer" ist im Anmarsch
Für den gesamten Winter gilt der Kälterekord jedoch nicht:"Im Dezember war es mindestens genauso kalt", sagte ein Sprecher in Offenbach. Die "Titelträger" aus der Nacht zum Mittwoch dürften vorerst die "Kältesten Orte des Jahres" bleiben. Am (heutigen) Mittwoch zieht das neue Tief "Jennifer" von Skandinavien aus nach Deutschland und bringt Schnee und wärmere Temperaturen.
Deshalb kann es am Tag in den Tälern im Nordwesten und Westen bei Temperaturen bis plus drei Grad tauen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. "Es wird nicht so warm werden, dass der ganze Schnee weggeht", sagte Meteorologe Christian Herold. Bei Höchsttemperaturen zwischen minus vier und minus ein Grad schneie es ab einer Höhe von etwa 300 Metern - örtlich bis zu 15 Zentimetern in zwölf Stunden. An der Küste und in den Mittelgebirgen drohen Sturmböen und Verwehungen.
In der Nacht zumFreitag sinken die Temperaturen auf minus ein bis minus acht Grad. Ein neues Tief aus dem Nordwesten zieht tagsüber ins Land und bringt wieder Neuschnee. Die Temperaturen liegen am Tag zwischen null und minus vier Grad. Im Südwesten und Westen könne es vereinzelt plus zwei Grad warm werden, teilte der DWD weiter mit.
Damit steht fest:Fürs Erste bleibt die Nacht zum Mittwoch die kälteste des Jahres. Den Titel "Kältester Ort der Nacht" trägt nach DWD-Angaben Bad Muskau in der Oberlausitz mit minus 24,3 Grad. Der Bochumer Wetterdienst Meteomedia kürte hingegen Haidmühle in Niederbayern mit minus 26,3 Grad zum eisigen Gewinner. (dpa)
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