Auch der Fischbrunnen auf dem Marienplatz in München ist eingefroren.
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Auch der Fischbrunnen auf dem Marienplatz in München ist eingefroren.
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Schnee in der Toskana, minus 30 Grad in der Ukraine: Die sibirischen Hochdruckgebiete Cooper und Dieter bringen weiterhin eisige Kälte nach Europa. Mehr als 130 Menschen erfroren bislang - mindestens zwei in Deutschland.
Ein 69 Jahre alter Mann aus Hameln-Pyrmont, der am Mittwoch als Vermisst gemeldet worden war, ist offenbar erfroren. Ein Spaziergänger fand seine Leiche auf einem Feldweg nach der Ortschaft Bremke. Der alte Mann lag neben seinem Rollator, teilte die Polizei mit. Der Mann wohnte in einem Seniorenheim in Lehrte und war von dort am Mittwoch mit einem Taxi weggefahren.
Ein weiteres Kälte-Opfer war in Magdeburg aufgefunden worden. Ein 55 Jahre alter Obdachloser war auf einer Sitzbank offenbar eingeschlafen und erfroren. Nach dem tragischen Fall rief die Diakoni dazu auf, Menschen anzusprechen, die sich "eine halbe Stunden oder länger im Freien aufhalten" und sich wenig bewegten. Im Zweifel sollte man die Polizei benachrichtigen.
Besonders eisig sind die Temperaturen in Osteuropa, wo das Thermometer bis zu minus 30 Grad zeigt. Seit Beginn der Kältewelle kamen in Osteuropa mindestens 139 Menschen zu Tode.
Allein in der Ukraine, die den seit sechs Jahren kältesten Winter erlebt, erfroren 63 Menschen, die meisten waren Obdachlose.
Das riesige Hoch über Russland hält mit sibirischer Kälte weite Teile Europas fest im Griff. Von der Ukraine bis nach Italien, wo bereits ebenfalls drei Menschen erfroren sind, herrschte auch am Donnerstag strenger Frost. In der Toskana lagen Florenz und Siena unter einer Schneedecke, die Meteorologen in den kommenden Tagen auch der italienischen Hauptstadt Rom vorhersagen.
Ende der Kältewelle nicht in Sicht
Eine Ende der Kältewelle ist vorerst nicht in Sicht. „Das eisige Winterwetter bleibt uns auch in den nächsten Tagen erhalten“, sagte der Meteorologe Hans-Werner Voß vom Deutschen Wetterdienst in Potsdam Reuters TV. Nachts könne es in Deutschland bis zu minus 20 Grad kalt werden. Zudem werde noch ein wenig Schnee fallen.
Osteuropa erstarrt unter tödlicher Kälte
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Osteuropa erstarrt unter tödlicher Kälte
Kohlefeuer im polnischen Lublin: Bei 20 Grad unter Null wärmen sich die Passanten an primitiven Öfen. Foto: Wojciech Pacewics
Eisiger Wind verweht auf dem Kahlen Asten den Schnee. Eine Kaltfront mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich liegt über Deutschland. Foto: Oliver Berg
Mit Eiszapfen und Schnee bedeckt: Fichten auf dem 971 Meter hoch gelegenen Wurmberg bei Braunlage im Oberharz. Foto: Holger Hollemann
Eine Swiss-Maschine wird auf dem Flughafen von Zürich enteist. Foto: Steffen Schmidt
Rauch steigt aus Schornsteinen über den Dächern von Köln in die eiskalte Winterluft. Foto: Marius Becker
Eisschollen treiben auf dem deutsch-polnischen Grenzfluss Oder. Foto: Patrick Pleul
Holzkohle-Ofen am einer Bushaltestelle im polnischen Lublin. Foto: Wojciech Pacewicz
Bei Minus 10 Grad bahnt sich ein Schiff den Weg durch das Treibeis auf der Oder. Foto: Bernd Settnik
Mitarbeiter der DRK-Kältehilfe kümmern sich in Berlin um einen Obdachlosen, der auf der Straße schlafen will. Foto: Maurizio Gambarini
Eiszapfen am Ufer der Spree in Berlin. Foto: Sebastian Kahnert
Ein Mitarbeiter der "Suppenengel" versorgt in der Innenstadt in Bremen ein obdachloses Paar. Foto: Carmen Jaspersen
Schneekirche in Mitterfirmiansreut (Niederbayern): Bei den frostigen Temperaturen herrschen derzeit beste Bedingungen für die Kirche aus Schnee. Foto: Armin Weigel
Eisblumen an einem Fenster in Berlin. Foto: Sebastian Kahnert
Eisiges Vergnügen: Spaziergang am Strand von Laboe an der Ostsee. Foto: Angelika Warmuth
Notstand in der mazedonischen Stadt Skopje: Eine Roma-Familie versucht, sich an einem Holzofen zu wärmen. Foto: Georgi Licovski
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Dass die Frostperiode in diesem Winter erst relativ spät eingesetzt habe, sei nichts Besonderes. „Der Petrus, der macht immer, was ihm gerade einfällt“, so Voß.
In weiten Teilen Osteuropas zwangen Eis und Schnee die Menschen zum Improvisieren. Im ungarischen Farkaslyuk, das auf deutsch Wolfsbau heißt, gruben Dorfbewohner mit bloßen Händen Kohle aus einer aufgegebenen Zeche aus. „Das erspart uns das Gefängnis“, sagte Joszef Bari, der zur Minderheit der Roma gehört. Ohne die Kohle müsste er in den Wäldern Holz schlagen, und das würde die Polizei auf den Plan rufen.
In der Region Ivanjica in Serbien ritten Kinder hoch zu Ross zur Schule. Die Pferde schafften aber auch Lebensmittel in die von der Außenwelt abgeschnittenen Dörfer. Bewohner fürchteten sich davor, dass Wölfe auf der Suche nach Nahrung bewohnte Gebiete heimsuchen könnten.
Gazprom drosselt Gas-Lieferung
Im benachbarten Bosnien versorgten Hubschrauber nach heftigen Schneefällen die Menschen aus der Luft. Der russische Gasmonopolist Gazprom drosselte wegen gestiegener Inlandsnachfrage die Lieferungen in die Slowakei um 30 Prozent, wie der nationale Energieversorger SPP im Bratislava mitteilte.
Nach dem Bruch eines Hauptwasserrohres sind in der litauischen Hauptstadt Vilnius annähernd 150 Wohn- und Bürogebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Darunter sind auch das Parlament, die staatliche Steueraufsichtsbehörde und ein Gefängnis.
Eiseskälte hat Europa im Griff
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Eiseskälte hat Europa im Griff
Im bulgarischen Sofia mussten die Schulen wegen der Kälte schließen. Der Blick aus den Fenstern Straßenbahn fällt auch recht eisig aus.
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Die Palmen am Lungolago-See in der Schweiz sind schneebedeckt.
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Bis zu Minus 27 Grad in Rumänien machen auch den Vierbeinern zu schaffen.
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Sie müsste die Kälte doch gewohnt sein: Lyudmila Prokasheva war 1998 Olympia-Dritte im Eisschnelllauf. Die Trainingseinheiten ihrer Sportschüler in Pavlodar, Kasachstan, ließ die heutige Direktorin trotzdem ausfallen.
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In Kasachstan fielen die Temperaturen auf bis zu Minus 43 Grad Celsius.
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Dank seines dicken Fells steckt dieses Eichhörnchen im Warschauer Lazienki Park den Frost ganz gut weg.
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In Warschau wurden 48 Kohleöfchen aufgestellt, an denen sich Passanten wärmen dürfen.
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Der See in Prag ist komplett zugefroren.
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Die Obdachlosenheime in Bukarest sind voll - viele versuchen hier, den zweistelligen Minustemperaturen zu entgehen und ein warmes Plätzchen zu ergattern.
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Mileikovo in Weißrussland präsentiert sich ganz in Weiß.
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Wichtig bei der Kälte: Gut einpacken und auch das Gesicht schützen.
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Auch die Vierbeiner sollten lieber noch mal zusätzlich warm angezogen werden. "Malfalda" aus Frankfurt hat von ihrem Frauchen einen warmen Mantel bekommen.
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Die Seen in Tuzla, Bosnien, sind von einer dicken Eiskruste überzogen. Die Bauern müssen das Eis aufbrechen, um Wasser für ihre Tiere zu holen.
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In Prag sieht "Wasserball" derzeit anders aus.
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Bitterkalt: Ein Frau schützt in Warschau ihr Gesicht vor der eisigen Kälte. Foto: Andrzej Hrechorowics
Möwen auf der Eisfläche vom gefrorenen Maschsee in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte
Frost-Pferde: Verschneiten Pferdefiguren in Aachen. Die Meteorologen sagen auch für die kommenden Tage eisige Temperaturen voraus. Foto: Oliver Berg
Ein totes Blesshuhn liegt in der Eisfläche vom gefrorenen Maschsee in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte
Minus 20 Grad: Im polnischen Przemysl zeigt ein Thermometer fast minus 20 Grad an. Foto: Darek Delmanowics
Einige hatten den Winter schon abgeschrieben, doch nun kommt er mit geballter Macht und Dauerfrost. Foto: Julian Stratenschulte
Die ehemalige Start- und Landebahn des Flughafens Berlin Tempelhof: Trotz Sonne klettert das Thermometer in den kommenden Tagen nicht über null Grad Celsius. Foto: Marc Tirl
Genf ist bereits in eine weiße Decke gehüllt.
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Temperaturen von minus 26 Grad hatten am Donnerstagmorgen eine Hauptleitung bersten lassen. Der Schaden wird voraussichtlich erst am Freitag behoben sein, berichtete das Nachrichtenportal Delfi. Die Behörden verteilten Heizlüfter und quartierten frierende Anwohner am Abend in Hotels um.
In der Nacht zu Freitag wurden die bisher kältesten Temperaturen des Winters mit bis zu minus 30 Grad erwartet. (rtr/dpa)