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23. Januar 2016

Kanada: Mehrere Tote bei Schießerei in Schule

Bei einer Schießerei in einer Schule in der kanadischen Ortschaft La Loche kommen mehrere Menschen ums Leben.  Foto: rtr

Premierminister Trudeau spricht von einem "tragischen Tag". In einer Schule in La Loche im Norden der Provinz Saskatchewan sterben vier Menschen, als ein Schütze das Feuer eröffnet.

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Ottawa –  

Bei einer Schießerei in einer Schule in Kanada sind am Freitag nach jüngsten offiziellen Angaben vier Menschen getötet worden. Mehrere weitere Opfer seien bei dem Vorfall in einer High School in La Loche im Norden der Provinz Saskatchewan verletzt worden, sagte Polizeichefin Maureen Levy vor Journalisten. Es war die schwerste Straftat an einer Schule in Kanada seit 26 Jahren. Levy gab an, zum Zustand der Verletzten und zur Identität der Opfer keine Angaben machen zu können.

Nach Angaben von Premierminister Justin Trudeau eröffnete ein junger Mann gegen 13 Uhr (Ortszeit, 20 Uhr MEZ) das Feuer. Er wurde demnach festgenommen. Die Polizei habe die Lage unter Kontrolle, teilte Trudeau mit. Der Regierungschef sprach von einem "tragischen Tag".

Levy bestätigte die Festnahme und die Beschlagnahme einer Waffe. Die Polizei sei nach einem Notruf angerückt, sagte sie. Zeugen sagte dem Fernsehsender CBC, sie hätten mindestens sechs Schüsse in der Schule in der abgelegenen Stadt im Mittleren Westen Kanadas gehört.

Mehrere Zeugen beschrieben den Täter als "Jungen", der möglicherweise ein aktueller oder ehemaliger Schüler sei. Die Polizei rief die Eltern der Schüler auf, sich der Schule zunächst nicht zu nähern. Die High School und eine nahe Grundschule wurden von der Polizei abgeriegelt.

"Ich bin aus der Schule gerannt", sagte der Schüler Noel Desjarlais CBC. Alle hätten laut geschrien. "Es sind sechs, sieben Schüsse gefallen, bevor ich draußen war - ich glaube, danach wurde noch mehrere Male geschossen", sagte Desjarlais.

Einwohner stehen unter Schock

In der Gemeinde La Loche rund 600 Kilometer nördlich von Saskatoon leben etwa 2500 Menschen. Die meisten von ihnen sind indianischer Abstammung. "Viele Menschen stehen unter Schock, normalerweise sieht man so etwas im Fernsehen", sagte Teddy Clark, ein Vertreter der Ureinwohner.

Die Abgeordnete Georgina Joliebois, einst Bürgermeisterin von La Loche, zeigte sich "schockiert und traurig über die Schießerei". Brad Wall, Regierungschef von Saskatchewan, sprach von "entsetzlichen Vorkommnissen" und versprach Unterstützung für die Betroffenen. (afp)

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