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18. Februar 2013

Kindermörder Dutroux : Dutroux bleibt in Haft

 Von 
Proteste gegen eine mögliche Freilassung des belgischen Kindermörders Dutroux.  Foto: dpa

Belgiens meistgehasster Verbrecher, der Kindermörder Marc Dutroux, will das Gefängnis verlassen. Laut Gutachtern dürfte er wieder rückfällig werden - das sagt selbst seine eigene Mutter. Ein Gericht lehnt den Antrag ab.

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Brüssel –  

Die Entscheidung des Gerichts kam nicht wirklich überraschend. Der Antrag auf vorzeitige Haftentlassung des belgischen Mörders Marc Dutroux ist am Montag abgelehnt worden. „Eine elektronische Fußfessel wird Herrn Dutroux nicht gewährt“, befand das Berufungsgericht in Brüssel. Experten hatten bei einer Anhörung vor einer Rückfallgefahr gewarnt, Dutroux selbst hatte angeboten, freiwillig eine elektronische Fußfessel zu tragen. Vergebens. Dutroux bleibt also in Haft.

Vor zwei Wochen war er mit langem Haar und vollem Bart noch persönlich vor Gericht erschienen, nun urteilten die Richter in Abwesenheit über seine Zukunft.

Die Warnung der Mutter

Der heute 56-jährige Dutroux war 1996 gefasst und 2004 nach einem langwierigen Prozess und einer kurzzeitigen Flucht aus dem Gerichtssaal wegen  Entführung, Vergewaltigung und Mordes an vier Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zwei junge Frauen konnten bei seiner Festnahme aus seiner Geiselhaft befreit werden. Das belgische Recht sieht vor, dass Gefangene einen Antrag auf Haftverschonung einreichen können, wenn sie zwei Drittel ihrer Strafe abgesessen haben.  Dutroux’ geschiedene Ehefrau Michelle Martin, die ihn bei den Taten unterstützt hatte, war im vorigen Jahr vorzeitig freigekommen.  Sie lebt derzeit unter strengen Auflagen in einem Frauenkloster im belgischen Malonne.

Jährliches Ritual

Schon damals hatte es heftige Proteste gegen Martins Freilassung gegeben. Im Falle Dutroux’ aber lehnten nicht nur die Angehörigen der Opfer eine vorzeitige Entlassung ab. Auch Dutroux’ Mutter wandte sich am Montag überraschend an die Öffentlichkeit: „Ich bin sicher, er wird es wieder tun. Er ist eine Gefahr für die Gesellschaft“, sagte die 78-jährige Jeannine Dutroux der Zeitung Le Soir. Ihr Sohn sei nicht bereit, aus dem Gefängnis freizukommen, „weil er immer noch andere für seine Taten verantwortlich macht“.

Jeannine Dutroux  hatte schon 1992 vor einer Haftverschonung ihres Sohnes gewarnt. Dutroux und Michelle  Martin waren nämlich schon 1988 wegen Kindesmissbrauchs zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Nach der Entlassung hatte Dutroux seine  beispiellose Verbrechensserie gestartet.

„Er hat keinen Sinn für Realität,  sagte Jeannine Dutroux nun. Eine eindrucksvolle  Warnung der Mutter.  Belgien freilich droht ein jährliches Ritual. Die belgischen Gesetze nämlich gewähren das jährliche Recht auf  Prüfung  der Haftverschonung. Belgien wird also mit Dutroux den Narben seiner Verbrechen leben müssen

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