Rio de Janeiro. Als zu sexistisch für die Sittenwächter in Australien und Brasilien entpuppten sich zwei Werbefilme mit Ex-Bay Watch-Star Pamela Anderson sowie dem US-Society-Girl Paris Hilton. Nach Medienberichten wurde daher in Brasilien eine lasziv-erotische Werbekampagne für eine neue Biersorte mit Hilton vorläufig gestoppt - in Australien traf der TV-Bann den Werbespot einer nationalen Internetfirma aus Perth und damit Pamela Anderson. Zuvor hatte es hunderte Klagen von Frauenrechtlerinnen gehagelt.
In dem TV-Spot wirbt Paris Hilton für die neue Bier-Marke "Devassa Bem Loura", was übersetzt etwa soviel wie "Zügellos Ziemlich Blond" heißt. Dabei holt die 29-jährige Blondine in einem Appartement in Rio de Janeiro auf aufreizende Art eine Bierdose aus dem Kühlschrank - zur Freude eines Nachbarn von gegenüber, der sie mit einem Teleobjektiv beobachtet und fotografiert. Unter dem Applaus von anderen Nachbarn und Passanten posiert Paris Hilton danach mit viel Sex-Appeal im knappen schwarzen Kleid und natürlich mit Bierdose in der Hand, die sie dann schließlich auch aufreißt.
Der Bierkonzern Schincariol teilte nach Medienangaben von Dienstag mit, dass der Film nicht mehr im Fernsehen gezeigt werde, aber immer noch im Internet und bei Youtube zu sehen sei. Die vorläufige Verfügung des Werberates gilt bis zur endgültigen Entscheidung über die Klagen, die Ende März erwartet wird. Schincariol muss binnen Wochenfrist eine Stellungnahme zu der Kampagne einreichen. Der Wirbel um Paris Hilton und das "zügellose ziemlich blonde" Bier dürfte dem Unternehmen gar nicht so unrecht sein, denn in der Werbung gilt der alte Satz: Hauptsache, man spricht darüber.
Im australischen Werbefilm sitzt Anderson nach einem Bericht des "Daily Telegraph" als Firmenchefin im strengen Anzug in einer Geschäftskonferenz. In der Fantasie eines verträumt drein blickenden Konferenzteilnehmers tänzelt sie dann im knappen Bikini lasziv mit ihrer Assistentin. Der Werbespot einer australischen Internetfirma wurde nun nach den Angaben von der Werbeaufsicht für die Ausstrahlung im Fernsehen verboten, weil er die Frau zum Objekt degradiere. (dpa)
Schräge Kandidaten, internationale Musik: Das ist der Eurovision Song Contest in Baku. Wegen der politischen Zustände in Aserbaidschan wird er dieses Jahr heftiger Kritik begleitet. Mehr dazu im Spezial.
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.