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08. April 2013

Kritik an PETA : Wenn Veganer Tiere töten

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Mit schrillen Aktionen macht PETA auf das Leid von Tieren aufmerksam. Doch tut die Organisation selbst das Richtige?  Foto: dpa

Schrill und laut verteidigt PETA die Rechte von Tieren. Doch Kritiker stören sich daran, dass ihre Mitarbeiter in den USA selbst tausende von Hunden und Katzen töten.

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wo Die PETA-Aktivisten kennen kein Pardon, wenn es darum geht, auf Tierrechte aufmerksam zu machen. Für die Sache vergleichen sie, wenn es sein muss, auch mal die moderne Massentierhaltung mit dem Holocaust. Sie haben den Ruf, krass zu sein, aber für eine gute Sache zu kämpfen.

Wenn deshalb Menschen nicht mehr wissen, wie sie ihre Hunde, Katzen oder Meerschweinchen versorgen sollen, dann kommt es in den USA nicht selten vor, dass sie ihr Tier bei PETA-Leuten abgeben. Die werden schon ein neues Zuhause für meinen Schatz finden, sagen sie sich. Doch das ist wohl eine Illusion: Der Tierrechtler Nathan J. Winograd wirft PETA USA in einem aufrüttelnden Text in der Huffington Post vor, 96 Prozent der ihnen anvertrauten Tiere (etwa 2000 pro Jahr) landeten nicht bei einem neuen Herrchen, sondern in der Mülltonne.

"Tierheime können nicht alle unterbringen"

Die Organisation selbst macht keinen Hehl daraus, dass sie die Tötung von Tieren in vielen  Fällen für gerechtfertigt hält – und das nicht nur dann, wenn die Tiere krank sind. „Tierheime können nicht all diese Tiere bis zu ihrem natürlichen Tod… unterbringen“, heißt es auf der englischsprachigen Website, auf der verschiedene Tötungsmethoden beschrieben werden. Die Tiere wären gezwungen, jahrelang in engen Käfigen zu vegetieren, alleine und gestresst.

Die Hunde und Katzen freizulassen, ist in den Augen der Verfasser kaum besser. Fast vier Millionen Katzen und Hunde landeten pro Jahr auf der Straße. Dort könnten die Tiere verhungern, erfrieren, an einer Krankheit sterben oder von einem Auto erwischt werden. Manchmal sei es die humanste Lösung, dem Tier einen „friedlichen Ausweg“ zu bieten aus dieser Welt.

Doch PETA macht es sich zu einfach, kritisiert Winograd. Er erzählt die Geschichte von einer Katzenmutter und ihren Babys, alle „perfekt gesund“, die ein Tierarzt PETA-Angestellten anvertraute in der Hoffnung, sie würden dem Tier ein neues Zuhause suchen.

Nur Minuten später hätten die vermeintlichen Helfer das Tier im hinteren Teil eines Kleinbusses getötet, schreibt er. Das anschließende Lagern im Kühlhaus, die Einäscherung – für all das würden ahnungslose Spender zahlen, denen die Vorgänge möglicherweise ein Greuel sind.

"Wir stellen uns dem Tierleid"

PETA USA bemühe sich kaum, die Tiere an neue Herrchen zu vermitteln;  trotzdem ist die Organisation im US-Staat Virginia als „Tierasyl“ registriert. Dabei hat sie, wie eine staatliche Kontollbehörde in Virginia 2010 feststellte, kaum genügend Möglichkeiten, die ihr anvertrauten Tiere unterzubringen.  Kein Wunder, dass PETA laut Bericht 90 Prozent der Tiere (245) in dem betreffenden Jahr bereits weniger als 24 Stunden nach der Annahme tötete.

Die Organisation geht offensiv mit den Vorwürfen um. „Natürlich könnte PETA USA einfach aufhören, Tiere einzuschläfern, um 'bessere Zahlen' vorweisen zu können“, heißt es auf der Website.  Doch man werde „niemals ein leidendes Tier abweisen, sondern sich dem durch Menschen verursachten Tierleid stellen und dafür die Verantwortung tragen.“ Gerade in den Tierheimen, in denen nicht getötet werde, lebten die Tiere oft unter schlimmsten Bedingungen.

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