Bei Feinschmeckern sind sie begehrt wegen ihres einzigartig zarten Fleisches - nun ist der Fortbestand der japanischen Miyazaki-Rinder bedroht. Nach einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in dem Viehzuchtgebiet Miyazaki auf der Hauptinsel Kyushu mussten bisher mehr als eine Viertel Million Rinder und Schweine getötet werden. Darunter waren auch 49 Zuchtbullen der japanischen Schwarzrind-Rasse, für die Miyazaki bekannt ist.
Die letzten sechs Bullen, die die Art noch erhalten können, wurden evakuiert und unter Quarantäne gestellt. Sie sollen nur sterben, falls sie an der Seuche erkranken. Nun werden sie ständig auf das Virus getestet.
Genauso wie die Kobe-Rinder sind auch die schwarzen Rinder von Miyazaki weltweit für ihr fein mit Fett marmoriertes Fleisch berühmt. Es enthält den höchsten Anteil von ungesättigten Fettsäuren aller Rindersorten und "schmilzt" deshalb auf der Zunge. Die Bauern verwöhnen ihre Rinder: Sie massieren ihnen zum Stressabbau mit Reiswein die Haut, füttern sie nur mit Getreidekörnern und reichen Bier als Appetitanreger. Jedes Stück Fleisch hat ein Zertifikat, das bis zum Zuchtbullen zurückreicht. Das Fleisch ist ein Erlebnis für den Gaumen - hinterlässt allerdings auch in der Geldbörse nachhaltig Eindruck: Ein Filetsteak kostet umgerechnet 30 Euro.
Mit großem Aufwand versuchen die Behörden, diesen ersten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Japan seit zehn Jahren unter Kontrolle zu bekommen. Die Armee hilft bei der Kadaverbeseitigung und überwacht den Verkehr in und aus dem Seuchengebiet. Die Regierung stellte umgerechnet 800 Millionen Euro Hilfsmittel zur Verfügung.
Die Angst ist groß, dass das Virus auf die größte Hauptinsel Honshu gelangt. Dann geriete auch das hochwertige Kobe-Zuchtvieh in der Präfektur Hyogo in Gefahr. Die Preise für das Edelfleisch ziehen bereits an, weil für Miyazaki ein dreimonatiges Exportverbot verhängt wurde.
Schräge Kandidaten, internationale Musik: Das ist der Eurovision Song Contest in Baku. Wegen der politischen Zustände in Aserbaidschan wird er dieses Jahr heftiger Kritik begleitet. Mehr dazu im Spezial.
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.