Eigentlich hätte Angela Merkel nach einem langen Transatlantikflug gestern Nachmittag in Berlin-Tegel landen sollen. Doch die Aschewolke aus Island zwang die Kanzlerin zu einer unfreiwilligen Verlängerung ihrer viertägigen USA-Reise. Nun verbrachte Merkel die Nacht zum Samstag in Lissabon, und zum zweiten Mal fällt heute wohl ein Wahlkampfauftritt der CDU-Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen aus.
Am Donnerstag war Merkel samt Delegation in San Francisco mit dem Regierungs-Airbus "Konrad Adenauer" gestartet. Schon beim Tankstopp im US-Bundesstaat North Dakota war klar, dass die Maschine von der üblichen Nordroute über den Atlantik abweichen müsste. Zunächst wurde über eine Landung in München spekuliert. Doch aufgrund der Witterungsumstände und der Auflagen für den Luftraum wurde die Maschine schließlich nach Portugal umgeleitet.
Selbst wenn sich die Aschewolke verziehen sollte, kann Merkel dort wegen der Ruhezeiten für die Crew frühestens heute Mittag wieder starten. Damit scheint ausgeschlossen, dass sie wie geplant um 14 Uhr auf einer CDU-Veranstaltung in Neuss reden kann. Vor drei Wochen hatte Merkel schon einmal einen Wahlkampfauftritt in Meschede absagen müssen. Ihr Flugzeug hatte in Berlin eine Panne gehabt. (doe)
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