Im Skiurlaub haben angeblich Studenten der renommierten Londoner „School of Economics“ einem jüdischen Mitschüler im Streit die Nase gebrochen, weil der sich weigerte, bei einem Nazi-Trinkspiel mitzumachen.
Nicht das Spiel habe ihn am meisten gestört, sagte der Betroffene dem britischen „Guardian“, sondern „die Mischung aus persönlichen Anspielungen und Beleidigungen gegen Juden insgesamt“.
Angeblich waren die Karten in Form eines Hakenkreuzes angeordnet, eine Nazi-Version des Trinkspiels „Ring of Fire“. Die Studentenzeitung "The Beaver" hat Amateurfotos veröffentlicht mit Spielkarten, die in Form eines Hakenkreuzes angeordnet sind.
Daneben die Spielanleitung: Die Sieben steht für Blitzkrieg, "Mein Führer" ist der Joker. Dieses Spiel sollen die Studenten während eines Skiurlaubs im französischen Val d'Isère gespielt haben.
„Taten einer kleinen Gruppe“
Die School of Economics ist eine der renommiertesten Universitäten Englands; Die meisten Schüler stammen aus dem Ausland, zu den Alumni gehören Leute wie Friedrich A. Hayek und Karl Popper, einer der bedeutendsten Philosophen des 21.Jahrhunderts.
Angeblich befinden sich unter den Ehemaligen ganze 34 Regierungschefs, kaum eine Hochschule hat mehr Einfluss auf die Politik.
Kein Wunder, dass die Aufregung jetzt groß ist. Brendon Mycock, Präsident der Sportlerunion, sagte, es handele sich lediglich um die Taten einer „kleinen Gruppe“.
Von der Universität hieß es, man nehme die Vorwürfe sehr ernst: „Wir tolerieren keinen Antisemitismus oder irgend eine andere Form des Rassismus“, sagte ein Sprecher. Auf der Website der Studentenzeitung werfen einige der Hochschule allerdings vor, sie fördere eine antisemitische Stimmung.
Die Kommentatoren stören sich daran, dass die Hochschule antisemitische Redner einlädt wie zum Beispiel Vertreter der Hamas. „[Redner] mit moderateren Ansichten werden niedergebrüllt“, beklagt ein Nutzer.
Ein anderer schlägt vor, der Sportverband solle doch künftig Ausflüge anderer Art organisieren. Einen Vorschlag für das Ziel hat er schon: Auschwitz oder Dachau.
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