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01. Januar 2014

Neujahrsmesse Papst Franziskus: Papst ruft zum Frieden auf

Papst Franziskus: Vorbild für alle.  Foto: dpa

Sein erstes Neujahr als Papst nutzt Franziskus für einen flammenden Appell: Er verlangt Gerechtigkeit, Frieden, Engagement. Derweil feiern die deutschen Oberhirten Franziskus als Hoffnungsträger und Vorbild für alle.

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Papst Franziskus hat zu Beginn des neuen Jahres den Einsatz aller Menschen für eine gerechtere Welt und Frieden gefordert. «Wir sind aufgerufen, uns der Gewalt und Ungerechtigkeiten in vielen Teilen der Welt bewusst zu werden, denen wir nicht gleichgültig und tatenlos gegenüberstehen können», sagte der Pontifex am Mittwoch beim Angelus-Gebet nach der Neujahrsmesse auf dem Petersplatz in Rom. «Jeder von uns muss sich einbringen, damit wir eine wirklich gerechte und solidarische Gesellschaft schaffen können.»
Zehntausenden Pilgern auf dem Petersplatz wünschte Franziskus ein gutes Neues Jahr. Der Neujahrstag ist in der katholischen Kirche traditionell auch der Weltfriedenstag - dieses Jahr unter dem Motto «Geschwisterlichkeit, Fundament und Weg zum Frieden». «Möge uns der Herr helfen, dass wir uns an diesem ersten Tag des Jahres noch entschiedener auf die Wege der Gerechtigkeit und des Friedens begeben», sagte der 77-jährige. Zuvor hatte Jorge Mario Bergoglio auch in der Predigt seiner ersten Neujahrsmesse als Papst den Wunsch nach Frieden bekräftigt. Im neuen Jahr sollten «Worte der Stärke, des Mutes und der Hoffnung» die Menschen begleiten.

Sternsinger aus Deutschland und Österreich

An der Messe nahmen auch Sternsinger aus Deutschland und Österreich teil. Drei von ihnen aus Bielefeld durften die Gaben für die Eucharistiefeier zum Altar im Petersdom bringen. Papst Franziskus bedankte sich persönlich bei den drei Kindern. «Das ist ein einmaliges Ereignis», sagte der elfjährige Justus. «So was Großes macht man nur einmal im Leben.»
Auch der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, ermunterte die Christen zu mehr Einmischung und Einspruch gegen Ungerechtigkeit. Die Kirche solle dem Vorbild von Papst Franziskus folgen und das Gespräch auch mit Kritikern und Zweiflern suchen. «Unser Heiliger Vater ist ein Geschenk Gottes an die Kirche - und das gerade heute», sagte Zollitsch in seiner Predigt zum Jahresende im Freiburger Münster.
Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann begrüßte die «Blickwendung» mit der Wahl des nichteuropäischen Papstes Franziskus. «Wir waren vielleicht auch schon zu lange der Nabel der Welt oder haben uns dafür gehalten», sagte Lehmann in seiner Silvesterpredigt. Dass der im März gewählte Pontifex aus Argentinien zentrale Forderungen und Werte der Verkündigung Jesu sehr zielorientiert aufgreife, gebe der Kirche neuen Schwung. Lehmann mahnte: «Lassen wir Papst Franziskus nicht allein. Es genügt nicht, dass wir seinen frischen, direkten und verständlichen Stil mit den konkreten Gesten bewundern.» (dpa)

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