Aktuell: Wochenend-Magazin FR7 | Medikamententests an Heimkindern | Türkei | Flucht und Zuwanderung | USA nach der Wahl
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Panorama
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft

31. Dezember 2015

Nordsee: Bohrinseln evakuiert

Bohrplattform im Gasfeld "Troll" vor der norwegischen Küste.  Foto: dpa

Vor der norwegischen Küste wird eine Ölplattform von einer Riesenwelle überrollt, ein Arbeiter kommt dabei ums Leben. Auch auf anderen Bohrinseln ist die Lage wegen des stürmischen Wetters brenzlig.

Drucken per Mail

Ein schwerer Sturm über der Nordsee gefährdet die Arbeiter auf mehreren Öl-Plattformen im Meer. Einige Bohrinseln wurden am Donnerstag evakuiert, die Öl-Förderung teilweise eingestellt. Besonders brenzlig war die Lage an der von BP betriebenen "Valhall"-Plattform vor Norwegen. Ein führerloser Lastkahn steuerte auf die Anlage zu und drohte mit ihr zu kollidieren. Die norwegischen Behörden gaben aber später Entwarnung. Am Mittwoch hatte eine gewaltige Welle eine Plattform in dem von Statoil betriebenen Gasfeld "Troll" vor der norwegischen Küste getroffen. Dabei wurden ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt.

Der Ölkonzern BP teilte mit, die "Valhall"-Platform mit mehreren hundert Arbeitern werde vollständig geräumt. Die Produktion wurde vorübergehend eingestellt, als sich der steuerlose Kahn der Bohrinsel näherte. Schließlich trieb er den Behörden zufolge in einer Entfernung von etwa zwei Kilometern an ihr vorbei. Ein Vertreter der norwegischen Schifffahrtsbehörde erklärte, nun müsse der Betreiber des Kahns davor sorgen, dass er gestoppt werde, bevor er die Küste erreiche. Auf dem Weg dorthin gebe es keine weiteren Hindernisse.

Auch der US-Energiekonzern ConocoPhillips brachte die Beschäftigten von seiner Plattform "Eldisk" in Sicherheit. Die Förderung dort und auch auf der Anlage "Embla" wurde gestoppt.

Die von einer Welle überrollte Plattform "Innovator" gehört der chinesischen Firma China Oilfield Services (COSL). Die See sei während des Unglücks sehr rau gewesen, sagte eine Sprecherin der norwegischen Aufsichtsbehörde. Die Wellen seien bis zu 14 Meter hoch gewesen. Der Wind habe eine Geschwindigkeit von 25 bis 30 Metern pro Sekunde erreicht. Deshalb habe ein Hubschrauber, der Besatzungsmitglieder von der Plattform bringen sollte, nicht landen können. Die Menschen hätten mit dem Seil hochgezogen werden müssen. (rtr)

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft.

 

Kalenderblatt 2017: 19. Januar

Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind. Foto: dpa

Das aktuelle Kalenderblatt für den 19. Januar 2017: Mehr...

Times mager

Seid umarmt

Von  |
In den USA bereiten sich die Menschen wieder auf den „National Hugging Day“ vor.

Für alles gibt es einen Tag, sogar zu Ehren der Jogginghose. Aber wen oder was könnte der 20. Januar ehren? Mehr...

 

Anzeige

Reisewetter
Reisewetter

Anzeige