Hamburg (ddp) - Rund ein Jahr nach Baubeginn hat der Hamburger Sportverein (HSV) als erster Fußball-Bundesligist einen eigenen Fanfriedhof eröffnet. Die 5000 Quadratmeter große Anlage auf dem Hauptfriedhof Altona bietet nach Angaben des Vereins Platz für 300 bis 500 Gräber.
Auf dem Areal in der Nähe der Westtribüne der Arena am Volkspark sollen die Urnen-, Reihen- oder Doppelgräber in einem angedeuteten Stadionrund auf drei Ebenen mit jeweils einem Meter Höhenunterschied angelegt werden. Ein Fußballtor des Architekten Frido Röhrs bildet den Eingang. Die Baukosten belaufen sich auf zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Die Möglichkeit, sich auf dem HSV-Friedhof beerdigen zu lassen, ist ausschließlich den 50.000 Vereinsmitgliedern vorbehalten.
Nach Angaben einer Sprecherin liegen dem HSV derzeit 20 Anfragen vor. Eine Grabstelle sei schon verkauft worden. Die Beerdigung des Fans soll demnächst stattfinden. Auf die Zeremonie will der Bundesligist keinen Einfluss nehmen.
Urnen in Fußballform
Lizenzverträge mit Bestattern ermöglichten allerdings auch hier eine Bindung zum HSV. So sind Pflanzungen in den Vereinsfarben und der Rautenform des Emblems sowie Gedenksteine ebenfalls erlaubt. Der Erlös der Lizenzgebühren fließt in die Pflege der Anlage auf dem Altonaer Hauptfriedhof.
Ähnliche Angebote gibt es auch in anderen Städten. Danach erfüllen Bestatter unter anderem im Ruhrgebiet den letzten Willen von Schalke- und Dortmund-Fans mit Hymnen und entsprechenden Särgen und bieten Urnen in Fußballform an.
Schräge Kandidaten, internationale Musik: Das ist der Eurovision Song Contest in Baku. Wegen der politischen Zustände in Aserbaidschan wird er dieses Jahr heftiger Kritik begleitet. Mehr dazu im Spezial.
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.