Berlin/Mainz. Der Impfstoff Pandemrix des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline (GSK) gegen die Schweinegrippe wird mit Hilfe von Hühnereiern hergestellt. Dabei handelt es sich aber nicht um normale Hühnereier von Bauernhöfen. Stattdessen kommen die Eier von Tieren, die unter speziellen Bedingungen gehalten werden.
Rund 380.000 dieser Eier werden jeden Tag in das GSK-Werk in Dresden geliefert. Die Eier sind befruchtet und angebrütet, enthalten also kleine Embryonen. In diese Eier werden geringe Mengen des H1N1- Virus' gespritzt, gegen das geimpft werden soll. Anschließend werden die Eier für ein paar Tage bei über 37 Grad maschinell bebrütet. Dabei vermehrt sich das Virus, so dass die Eier schließlich eine virushaltige Flüssigkeit enthalten.
Mit Hilfe spezieller Maschinen wird diese Flüssigkeit vorsichtig aus den Eiern gesaugt. Diese "Virus-Suppe" muss nun jedoch aufwendig bearbeitet werden. Denn für den Impfstoff sind nur bestimmte Teile der Viren-Oberfläche nötig, die sogenannten Antigene. Dafür werden die Viren in zahlreichen Schritten unter anderem abgetötet, gereinigt, in ihre Bestandteile zerlegt, wiederum aufgereinigt und dann konzentriert. Mehrere Kontrollen im Laufe dieses Verfahrens sollen sicherstellen, dass das Produkt einwandfrei hergestellt wird. (dpa)
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