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12. Dezember 2012

Papst @Pontifex_de : Der Papst twittert

 Von Christian Schlüter
Der Heilige Vater twittert höchstpersönlich.  Foto: dpa

Papst Benedikt XVI. ist unter die Twitterer gegangen. Seine Botschaft verkündet der Heilige Vater mehrsprachig - und braucht dafür nicht einmal 140 Zeichen.

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Papst Benedikt XVI. ist unter die Twitterer gegangen. Seine Botschaft verkündet der Heilige Vater mehrsprachig - und braucht dafür nicht einmal 140 Zeichen.

Der Papst @Pontifex_de hat sein Versprechen gehalten, um 11:36 Uhr twitterte er beherzt los und brauchte nur 120 Zeichen, um seine Gemeinde zu begrüßen: „Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch.“ Na, das war schon mal ein guter, da unverfänglicher Anfang.

Nach einer halben Stunde legte der Heilige Vater nach, in dem er eine Frage aufwarf: „Wie können wir das Jahr des Glaubens in unserem Alltag besser leben?“ Drei Minuten später gab er sich die Antwort: „Sprich mit Jesus im Gebet. Hör Jesus zu, der im Evangelium zu dir spricht. Finde Jesus in den Notleidenden.“

Insgesamt folgen den Papst über eine Millionen Nutzer; sie verteilen sich auf die sieben, in verschiedene Sprachen aufgeteilten Tweets des Vatikans. Gesendet wird neben Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch sogar auch auf Arabisch (@Pontifex_ar). Ob sich mit dieser Medienoffensive die Gemeinde vergrößern lässt?

Dem Vatikan war es ansonsten eine Mitteilung wert, dass der Papst-Tweet am Tag „Unserer Lieben Frau von Guadalupe“ beginnt. Die „Madonna von Guadalupe“ ist das bedeutendste Marienheiligtum Mexikos, klärt uns Wikipedia auf, und zählt weltweit zu den bekanntesten Gnadenbildern. Papst Johannes Paul II., erfahren wir hier, stellte Nord- und Südamerika sogar unter den Schutz der Madonna und verfasste „Unserer Lieben Frau von Guadalupe“ zu Ehren ein Weihegebet.

Okay, die Sache ist klar. Der Papst formulierten sein Armutsgebot: „Finde Jesus in den Notleidenden.“ Das wiederum verweist auf die besagte Madonna alias Jungfrau Maria, die bekanntlich dem göttlichen Plan voller Demut und Furcht folgte und den Gottessohn in einem Stall zur Welt brachte, also an einem bescheidenen, armseligen Ort.

Ach ja, ansonsten stünde noch an, die Sache mit der Jungfrauengeburt zu diskutieren. Der Papst antwortet aber nicht auf diese theologisch intrikate Frage.

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