Die Weltpremiere des ersten Teils der „Hobbit“-Verfilmung hat Neuseelands Hauptstadt Wellington in ein Fantasy-Fieber versetzt. Tausende Fans der Saga des britischen Autors J.R.R. Tolkien säumten am Mittwoch bei der Premiere den roten Teppich, viele von ihnen waren als Zwerge, Zauberer oder andere Gestalten der Geschichte über die abenteuerliche Reise des Hobbits Bilbo Beutlin verkleidet. Moderatoren des neuseeländischen Rundfunks wandten sich in Elfensprache an ihre Hörer, neuseeländische Zeitungen druckten „Hobbit“-Poster.
“Man hat den Eindruck, dass ganz Wellington sich hier versammelt hat“, sagte Hollywood-Star Elijah Wood, der den Hobbit Frodo Beutlin spielte. Regisseur Peter Jackson zeigte sich gerührt: „Es ist bewegend und sehr berührend, all diese Einwohner meiner Geburtsstadt zu sehen, die gekommen sind.“ Sein Team und er hätten sich zwei Jahre lang auf den Film konzentriert und darauf geachtet, dass keine Details nach außen dringen. „Und dann ist der Dreh vorbei und da sind 100.000 Menschen, die zur Premiere kommen“, fügte Jackson hinzu.
Die chinesische Schauspielerin Yao Chen schreitet in einem märchenhaften Kleid über den roten Teppich der "Hobbit"-Premiere in Wellington.
Foto: AFP
Regisseur Peter Jackson: Nicht nur bei eingefleischten Tolkien-Fans gilt er seit dem immensen Erfolg seiner detailverliebten "Herr der Ringe"-Trilogie als unantastbar.
Foto: dpaJackson verfilmt die Hobbit-Geschichte mit Martin Freeman in der Titelrolle in insgesamt drei Teilen. Die Erzählung ist Tolkiens Vorgeschichte zu der Saga „Der Herr der Ringe“, die Jackson bereits in drei Teilen in die Kinos brachte. Die Handlungsorte der mit 17 Oscars ausgezeichneten Filmtrilogie im fiktiven Mittelerde wurden auch dafür nach Neusseeland verlegt, was der dortigen Tourismusindustrie einen wahren Boom bescherte. Der zweite Hobbit-Film soll Ende kommenden Jahres herauskommen, der letzte Teil im Juli 2014. (afp)
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