In Portugals spektakulärem Kinderschänder-Prozess hat ein Gericht alle Angeklagten für schuldig befunden. Sieben Menschen, unter ihnen mehrere Prominente, waren in der „Casa-Pia“- Affäre wegen Kindesmissbrauchs sowie Vergewaltigung und Kuppelei angeklagt. Das Richterkollegium sprach am Freitag in Lissabon alle Angeklagten in mehreren Punkten schuldig. Zu welchen Strafen die Beschuldigten verurteilt werden, sollte erst am Ende der Urteilsverlesung am Abend feststehen.
Der Mammutprozess hatte knapp sechs Jahren gedauert. Die jahrelangen Opfer waren laut Staatsanwaltschaft mindestens 32 Minderjährige des staatlichen Waisenhauses „Casa Pia“ in der portugiesischen Hauptstadt.
Mit einer Laufzeit von fünf Jahren und zehn Monaten war das Verfahren der längste Prozess in der Geschichte Portugals. Das Gericht tagte 450 Mal, fast 1000 Zeugen und Sachverständige wurden gehört. Immer wieder gab es Kritik an den schleppenden Ermittlungen. (dpa)
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