Der S-Bahn-Zugführer schilderte am Dienstag vor der Jugendkammer des Landgerichts München, die beiden Jugendlichen seien am Münchner S-Bahnhof Solln „völlig normal“ aus der Bahn ausgestiegen, die Auseinandersetzung in der Bahn hatte er nicht mitbekommen. Brunner habe sich dann zügig zwei Schritte auf die beiden zubewegt und „einem mit der Faust ins Gesicht geschlagen“.
Der Zeuge sagte, er sei über das Verhalten Brunners „äußerst überrascht“ gewesen. Dieser habe nach dem Schlag angekündigt, man werde den Zwischenfall mit der Polizei klären. Er habe deshalb geglaubt, die Sache sei erledigt, zumal der Mann, der zuerst zugeschlagen hatte, von sich aus von der Polizei gesprochen habe. Er habe daraufhin seinen Fahrdienstleiter verständigt und sei weitergefahren. „Er hätte einfach nur gehen müssen, der Herr Brunner. Es war aus meiner Sicht genug Zeit, um zu gehen“, sagte der S-Bahn-Zugführer.
Brunner war im September 2009 Opfer eines brutalen Gewaltexzesses am S-Bahnhof Solln geworden. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Sebastian L. (jetzt 18) und Markus Sch. (19) Mord aus niederen Beweggründen vor.
Die Verteidigung reagierte unterdessen auf das Bekanntwerden neuer Details zur Todesursache des Opfers und beantragte die Sachverständigenhilfe zweier Mediziner. Am Wochenende war publik geworden, dass Brunner an Herzversagen starb und offenbar nicht unmittelbar an den Verletzungen. Die Ärzte sollen die Verteidiger bei der Befragung von Zeugen zu rechtsmedizinischen Details unterstützen. ( ddp/dpa)
Schräge Kandidaten, internationale Musik: Das ist der Eurovision Song Contest in Baku. Wegen der politischen Zustände in Aserbaidschan wird er dieses Jahr heftiger Kritik begleitet. Mehr dazu im Spezial.
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.