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20. Dezember 2012

Rudolf und der Weihnachtsmann: Die letzten Geheimnisse von Weihnachten

 Von Peter Riesbeck
So kennen wir sie: Der Weihnachtsmann mit rotem Mantel, Rauschebart und Bauch, Rudolf mit roter Leuchtenase. Foto: imago stock&people

Weihnachten lebt ja von seinen Geheimnissen. Nicht nur für Kinder. Doch entzaubert die Forschung langsam auch die letzten Mysterien - zum Beispiel das Geheimnis um die rote Nase von Rentier Rudolf.

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Dicke Stiefel, dicker Bauch, dichter Rauschebart - der Weihnachtsmann ist weltweit scheinbar inoffiziell genormt, seit Coca Cola ihn 1931 als Werbefigur auf die Reise schickte. Aber Santa Claus ist nicht von dem Getränkehersteller erfunden worden, so haben Historiker ermittelt. Erstmals gezeichnet hat ihn 1890 der Karikaturist Thomas Nast. Der Auswanderer aus Landau in der Pfalz konnte zwar kaum lesen und schreiben, aber zeichnen.

Und er hatte Sehnsucht nach einer Sagenfigur aus seiner pfälzischen Kindheit, dem Pelznickel. So ersann Nast den Santa Claus und ließ ihn als dickbauchigen Gesellen in schweren Stiefeln durch den Schnee stapfen und nächtens den Kamin hinuntersausen.

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Bald ließ Santa Claus sagenhafte Verwandte wie Väterchen Frost oder Père Chalande hinter sich. Doch er sollte nicht lange alleine bleiben.  Schon 1939 tauchte Rentier Rudolf auf.

Auch Rudi musste in der Werbung schuften. Für eine Kaufhauskette. Kräftig rot war die Nase, und es gab zunächst Bedenken, ob das Tier nicht ein leichtes Alkoholproblem habe. Aber die Nase blieb rot.

Rudolf hat keine Schnapsnase

Ein niederländisch-norwegisches Forscherteam um Can Ince von der Erasmus-Universität in Rotterdam kann nun eine Erklärung liefern. Rudolf hat mitnichten eine Schnapsnase. Vielmehr seien überaus viele Blutgefäße in der Nase für die rote Färbung in der Kälte verantwortlich, beschreibt Ince seine Resultate von Infrarotaufnahmen. Veröffentlicht hat er seine Studie nicht in einem Weihnachtsbuch, sondern in der renommierten Fachzeitschrift  British Medical Journal. Die Dichte an Blutgefäßen in der Nase sei beim Rentier um ein Viertel höher als beim Menschen, so Ince. Das mehr an roten Blutkörperchen lasse deshalb auch die Rentiernase so rot leuchten.
Das sagt die Forschung. Und noch etwas ist jüngst herausgekommen. Eine Studie aus den Vereinigten Staaten hat nun auch geklärt, warum  Kinder die Augen niederschlagen, wenn der Weihnachtsmann die Stube betritt. Nein, es ist keineswegs die furchteinflößende  Erscheinung. Vielmehr gilt der Blick den Schuhen. Gute Stiefel sind nämlich der Beleg, dass der Weihnachtsmann auch wirklich echt ist.

Also, Weihnachtsmänner an Heilig Abend auf festes Schuhwerk achten. Und für die rote Nase gibt’s andere Mittel - Rudolf braucht die nicht, das hat die Forschung belegt. Aber vielleicht der Weihnachtsmann.

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