Halle. Der Virologe Alexander Kekulé aus Halle rechnet mit einem Anstieg schwerer Schweinegrippeerkrankungen in den nächsten Wochen. Jede Grippe habe im Winter ihre Hochsaison. Man werde im Winter auch zunehmend schwere Fälle sehen, sagte der Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Kekulé riet zur Impfung. Die Nebenwirkungen seien ärgerlich, müssten aber in Kauf genommen werden. "Der Impfstoff ist leider nicht optimal", räumte er ein. "Wir haben aber nur diesen Einen im Moment." Die Schweinegrippe selbst sei auf jeden Fall schlimmer als die Nebenwirkungen der Impfung.
Mit Blick auf den jüngsten Todesfall, bei dem am Freitag erstmals eine Frau ohne Vorerkrankungen an der Schweinegrippe gestorben war, sagte der Virologe, in sehr seltenen Fällen rufe die Schweinegrippe eine direkte Lungenentzündung hervor. "Das Virus kann ganz unmittelbar die tiefen Atemwege befallen und wirkt dann tödlich." (ddp)
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