Ein starkes Nachbeben hat der chilenischen Stadt Concepcion am Mittwoch zu Panik geführt. Das Beben vor der Küste hatte eine Stärke von 5,9. Die Gefahr eines neuen Tsunamis habe nicht bestanden, erklärten Rettungskräfte. Viele Menschen rannten dennoch voller Angst in höher gelegene Gebiete.
Bei dem schweren Erdbeben am Samstag wurden mindestens 800 Menschen getötet. Die Behörden rechnen aber damit, dass die Zahl der Opfer noch steigen wird. Die Hoffnung auf Überlebende unter den Trümmern schwindet immer mehr. Dennoch wurde weiter unter Hochdruck nach Verschütteten gesucht.
Allein in der stark zerstörten Stadt Concepcion wurden unter den eingestürzten Häusern fast 500 Menschen vermutet. Dort gelang es dem Militär am Mittwoch mit einer massiven Truppenpräsenz, die Plünderungen der vergangenen Tage einzudämmen. In der Region patrouillieren mittlerweile rund 7000 Soldaten, um die Verteilung von Wasser und Nahrungsmitteln zu überwachen.
Viele Einwohner warfen der Regierung in Santiago vor, zu langsam auf die Katastrophe reagiert zu haben. Das Erdbeben hatte einen Tsunami ausgelöst, der erst nach einigen Stunden auf die Küste getroffen war und viele Menschen in den Tod riss. (rtr)
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