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Panorama
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01. Januar 2016

Silvesterpartys : Silvester in Zeiten des Terrors

Höhenfeuerwerk am Brandenburger Tor.  Foto: dpa

Weltweit haben Menschen das neue Jahr unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begrüßt. In Berlin feierten dennoch Hunderttausende vor dem Brandenburger Tor. In Frankreich waren landesweit 100.000 Polizisten im Einsatz. In Moskau wird der Rote Platz geschlossen.

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Mit friedlichen Partys, buntem Feuerwerk und viel Musik haben Menschen in aller Welt das Jahr 2016 begrüßt. In Deutschland wurde die ausgelassene Stimmung von der Terrorwarnung in München getrübt. Terroristen des sogenannten Islamischen Staats sollen dort Selbstmordanschläge am Silvesterabend geplant haben. In Dubai ließen Bilder eines brennenden Hotel-Wolkenkratzers Schlimmes befürchten - der Brand verlief aber recht glimpflich. Ein Überblick:

Deutschland

Mitten in die Silvesterpartys platzte eine gute Stunde vor Mitternacht die Warnung vor einem möglichen Anschlag in München. Der Hauptbahnhof und der Bahnhof Pasing wurden evakuiert. Die Polizei empfahl, Ansammlungen zu meiden. Gefeiert wurde trotzdem - fast überall knallten Feuerwerke, und die Menschen lagen sich in den Armen.

Auf Deutschlands größter Silvesterparty in Berlin feierten Hunderttausende friedlich ins neue Jahr. Um Mitternacht erleuchtete ein achtminütiges Feuerwerk den Himmel über dem Brandenburger Tor. Für die zwei Kilometer lange Festmeile galten nach den Anschlägen von Paris verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Bevor Beethovens "Ode an die Freude" das neue Jahr einläutete, waren Bands wie Mr. President und The BossHoss aufgetreten. Kurz vor Mitternacht bejubelten die Besucher die wiedervereinigte 90er-Jahre-Boyband Caught in the Act. Um 1 Uhr leerte sich die Festmeile - viele Besucher waren nach langem Nieselregel durchnässt.

Australien

Am anderen Ende der Welt hatte das Jahr 2016 schon viele Stunden früher begonnen. Mit einem spektakulären Feuerwerk feierten die Menschen in Sydney friedlich und ausgelassen ins neue Jahr - um 14 Uhr deutscher Zeit. Schätzungen zufolge versammelten sich rund 1,6 Millionen zur Silvesterparty.

Asien

Ganz traditionell feierten Millionen Japaner. Pünktlich um Mitternacht, also um 16 Uhr deutscher Zeit, ertönten die Tempelglocken 108 Mal, damit wurde 2016 eingeläutet. Dann stiegen über dem Tokyo Tower Tausende Luftballons auf. Ohne großes Feuerwerk begrüßten die Menschen in China das neue Jahr. Der 1. Januar ist zwar auch in der Volksrepublik ein Feiertag, nach dem traditionellen Mondkalender der Chinesen beginnt das neue Jahr aber stets erst Ende Januar oder im Februar. Silvester wird meist nur von jungen Leuten in den Großstädten gefeiert. Eine der größten Feiern Chinas fiel aus: Die Behörden hatten eine Party an Shanghais berühmter Uferpromenade Bund abgesagt, nachdem es dort im vergangenen Jahr eine Massenpanik mit 36 Toten gegeben hatte.

Dubai

In einem Luxushotel im Zentrum Dubais brach kurz vor Beginn der Feierlichkeiten ein großes Feuer aus. Das mehr als 60 Stockwerke hohe Hotel "The Address" im Zentrum der Golfmetropole der Vereinigten Arabischen Emirate brannte am Abend lichterloh. Mindestens 16 Menschen wurden nach Regierungsangaben verletzt. Das Hotel steht nahe dem höchsten Bauwerk der Welt, dem Burj Khalifa. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Trotz des Feuers startete das riesige Silvesterfeuerwerk rund um den Burj Khalifa wie geplant.

Paris

In Paris wurde nach den Anschlägen vom 13. November ohne Feuerwerk gefeiert. Auf der Prachtavenue Champs-Élysées versammelten sich in gedämpfter Stimmung Touristen und Einheimische. Allerdings waren es laut Polizei deutlich weniger als die 650.000 des vergangenen Jahres. 11 000 Polizisten und Feuerwehrleute waren im Einsatz, 2000 mehr als zum vergangenen Jahreswechsel. Die Zonen um Champs-Élysées und Eiffelturm waren weiträumig abgesperrt und kontrolliert, selbst Flaschen waren in diesen Bereichen verboten.

Brüssel

Auch die Hauptstadt von Belgien läutete das neue Jahr wegen Terrorgefahr unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen ein. Das traditionelle Silvesterfeuerwerk wurde wegen Terrordrohungen abgesagt. Trotz der angespannten Sicherheitslage waren zahlreiche Brüsseler und Touristen auf den Straßen unterwegs.

Moskau

In Moskau blieb der berühmte Rote Platz in der Silvesternacht erstmals für die Öffentlichkeit geschlossen.

Brasilien

Etwa zwei Millionen Menschen haben bei einer der größten Silvesterpartys der Welt in Rio de Janeiro den Start in das Olympiajahr 2016 gefeiert. Bei 28 Grad heizten Musikbands, DJs und Sambaschulen auf mehreren Bühnen am Copacabana-Strand den Feiernden ein. Vom 5. bis 21. August 2016 finden erstmals die Olympischen Spiele in Südamerika statt.

New York

Mit dem traditionellen "Balldrop" feierte New York am Times Square in das neue Jahr. Eine Minute vor Mitternacht setzte sich ein großer Kristallball an einer gut 20 Meter hohen Stange am berühmtesten Teil des Broadways in Bewegung und erstrahlte pünktlich zum neuen Jahr. Nach Angaben der Veranstalter wurde es von einer Million Menschen begrüßt. Feuerwerk gab es ebenso wenig wie Alkohol.

Pazifik

Am längsten mussten die Bewohner von American Samoa und der Midway-Inseln auf 2016 warten. Dort begann das neue Jahr nach deutscher Zeit erst am Freitag um 12.00 Uhr. (dpa/afp)

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