Es gibt Freuden im Leben, die sind nicht mit Geld zu bezahlen. So eine hat José Martínez erlebt, Besitzer eines Süßwarenladens in Avilés in der nordspanischen Provinz Asturien. Als er vor ein paar Tagen abends Kasse machte, geriet ihm eine Euro-Münze zwischen die Finger, die auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Euro-Münze aussah.
Auf den zweiten Blick entdeckte Martínez, dass jemand das sonst eingeprägte Porträt des spanischen Königs Juan Carlos durch eine Gravur der Comicfigur Homer Simpson ersetzt hatte. Hals und Kragen, Ohr und Umriss des Kopfes sind die des Königs geblieben, aber Glupschaugen, Clownsmund und Glatze sind eindeutig die von Homer Simpson. Da muss ein Profi drangewesen sein.
Bezahlen konnte Martínez mit dieser Münze nichts, der unbekannte Schöpfer hat sich sogar strafbar gemacht, aber das kümmert niemanden.
Kurz nachdem die Entdeckung bekannt wurde, setzten sich Münzsammler mit dem Süßwarenhändler aus Avilés in Verbindung, um ihm die Homer-Münze abzukaufen.
Der erste bot fünf Euro, der nächste schon 20. Martínez fand: "Alles im Leben hat seinen Preis", und offerierte die Münze bei Ebay zur Versteigerung.
Den Zuschlag erhielt ein unbekannter Käufer bei einem Gebot von 122,50 Euro. Einige Freuden dieses Lebens sind offenbar doch mit Geld zu bezahlen.
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