"Wir sind Kinder einer Erde, wir sind Kinder einer Welt", singen die beiden Chöre der Diesterweg-Grundschule bei einem spontanen Benefizkonzert für die Kinder Haitis. "Und dass ihr das wirklich seid, habt ihr bewiesen", lobt Schulleiterin Petra Sturm-Hübner, "weil ihr an andere Kinder denkt, die ganz weit weg wohnen und denen es gar nicht gut geht". Auf dem Globus hatten die Jungen und Mädchen nach den katastrophalen Erdbeben nachgeguckt, wo Haiti genau liegt. Von dem Unglück erfahren hatten die meisten durch die Kindernachrichtensendung "Logo".
In der Schule wurde das Thema anschließend besprochen. "Die Kinder fühlten sich sehr betroffen und wollten unbedingt helfen", sagt Petra Sturm-Hübner. "Sie wollten ihr Taschengeld spenden, meinten aber, dass dies zu wenig wäre. Sie fragten sich, was sie tun könnten, vor allem für die vielen betroffenen Kinder". Gemeinsam mit den Chorleiterinnen Doris Richter und Lene Pockrandt entstand die Idee für ein Benefizkonzert. Zuerst wollten sie mit den Kindern draußen an der Alten Oper oder in der B-Ebene singen. Dann stellte die Bethlehem-Gemeinde ihren großen Saal zur Verfügung. Der platzt beim Konzert dann fast aus allen Nähten, so viele Besucher kommen.
Raiffeisenbank Gundelfingen, Konto 5126100, BLZ 68064222.
Nach dem Konzert wurden 2100 Euro gespendet.
Viel Zeit zum Proben blieb den beiden Chören nicht. Die rund 130 Kinder singen daher Lieder aus ihrem vertrauten Repertoire. Neben vielen Liedern über Freundschaft und Frieden sind auch einige Gute-Nacht- und Weihnachtslieder mit Klavierbegleitung darunter.
Vor dem Konzert haben die Chorkinder mit großem Engagement Spenden bei ihren Eltern, Omas und Opas und Nachbarn gesammelt und in der Schule abgegeben. Dadurch kamen bereits 1800 Euro zusammen. "Die werden wir zusammen mit den Spenden von heute Abend an die Haiti-Kinderhilfe schicken", sagt Lene Pockrandt. Die Kinderhilfe werde den Betrag in ein konkretes Projekt stecken, "das wir dann verfolgen können". So könnten die Grundschüler am besten sehen, wie sehr sich ihr Einsatz gelohnt habe, so die Chorleiterin.
"Findest du nicht auch,dass wir mit unseren Liedern helfen können?", spricht ein Chormädchen zwischen zwei Strophen laut aus der Masse. "Na klar, deswegen sind wir doch hier", kommt schnell die Antwort des Chores, der dann die nächste Strophe anstimmt: "Wir haben Mut zu träumen, den Traum von einer Welt".
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