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03. November 2011

Tote Delfine: Tierschützer verklagen den Duisburger Zoo

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Umstrittene Publikumsmagneten: Delfin Delphi mit Jungtier Dörte im Zoo Duisburg.  Foto: dpa

Die Organisation „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“ wirft dem Zoo Duisburg vor, Delfine nicht artgerecht zu halten - und deshalb für den Tod von Tieren verantwortlich zu sein. Weil der Zoo sich angeblich nicht in die Karten schauen lässt, ziehen die Tierliebhaber vor Gericht.

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In den vergangenen 20 Jahren sind nach Auskunft des NRW-Umweltministeriums 15 Delfine im Duisburger Delfinarium gestorben, darunter neun Babys. Tierschützer werfen dem Duisburger Zoo vor, die Delfine nicht artgerecht zu halten. Damit seien sie indirekt für deren Tod verantwortlich.

Die beiden Organisationen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und ProWal vermuten, dass die Zahl der gestorbenen Delfine deutlich höher liegt als die vom Zoo genannte. "Duisburg ist wahrscheinlich der größte Delfinfriedhof Europas", schimpft WDSF-Chef Jürgen Ortmüller. Die Tiere würden auf Teufel komm raus gezüchtet, um möglichst viele Besucher in den Zoo zu locken. "Mit artgerechter Haltung hat der ganze Rummel nichts zu tun", kritisiert Andreas Morlok von ProWal.

Um die Umstände aufzuklären, fordern die Tierschützer nun vor Gericht Einsicht in sämtliche Unterlagen über Haltung und Zucht der Delfine. Die Stadt lehnt die Einsicht in die Akten bisher ab, deshalb die Klage.

"Wir haben nichts zu verbergen"

Der Zoo weist die Vorwürfe zurück. "Wir haben nichts zu verbergen. Behörden und Ämtern haben wir unsere Daten immer vollständig offengelegt", sagt Jochen Reiter, der wissenschaftliche Leiter des Zoos. Auch jeder tote Delfin sei gemeldet worden - 15 seien es in den vergangenen 20 Jahren gewesen. Der Zoo werde in Absprache mit der Stadt in der nächsten Woche entscheiden, wie er auf die Klage reagiere.

Der Duisburger Tierpark hat als einer von nur drei deutschen Zoos ein Delfinarium. Erst im Sommer waren hier drei Babys zur Welt gekommen.

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