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04. März 2013

Tragisches Unglück: Kind will Freund retten und stirbt

In Sachsen-Anhalt hat sich ein tragischer Unfall ereignet, bei dem ein Kind gestorben ist. Foto: dpa

Zwei Jungs stromern in ihrem Ort durchs Gelände. Ein Teich wird einem von beiden zum Verhängnis. Der Siebenjährige will seinen Freund retten, bricht ins Eis ein und stirbt.

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Haldensleben –  

Bei einer Rettungsaktion für seinen Spielkameraden ist ein Siebenjähriger in Sachsen-Anhalt selbst ums Leben gekommen. Das Kind hatte seinen fünf Jahre alten Freund retten wollen, der am Sonntagnachmittag in einen künstlich angelegten Teich gestürzt war, wie die Polizei in Haldensleben am Montag mitteilte. Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass beide Kinder gleichzeitig in den Teich gefallen waren. Die Befragung des Fünfjährigen und der beiden Väter der Jungen habe aber ein anderes Bild ergeben, sagte ein Polizeisprecher.

Demnach waren die Jungen mit ihren Vätern am Sonntagnachmittag in ihrem Wohnort Andersleben spazieren. Die Kinder liefen in dem unwegsamen Gelände einer ehemaligen Bauschuttdeponie offenbar eher zufällig zu dem Tümpel, der noch gefroren war. Die Kinder warfen Steine auf die Eisfläche. Dabei verlor der Fünfjährige das Gleichgewicht und stürzte in den Teich. Der Tümpel hat den Angaben zufolge einen Durchmesser von acht bis zehn Metern.

Trotz sofortiger Hilfe gestorben

Wie die Polizei weiter mitteilte, versuchte der Siebenjährige sofort, mit einem Stock seinen kleinen Freund aus dem Tümpel zu retten. Der Rand des etwa 1,50 Meter tiefen Teiches ist laut Polizei mit einer Folie versehen. Der Siebenjährige sei darauf ausgerutscht, in den Teich gefallen und unter eine Eisfläche geraten.

Dem Fünfjährigen gelang es hingegen, sich selbst aus dem Teich zu retten und zu den Vätern zu laufen. Die Männer zogen den Siebenjährigen aus dem Teich, wie ein Polizeisprecher weiter sagte. Trotz sofortiger Hilfe und des Einsatzes von Rettungskräften starb der Junge zwei Stunden später in einem Krankenhaus in Magdeburg.

Die Staatsanwaltschaft hat die Obduktion des Jungen angeordnet, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Zudem prüfen die Ermittler, ob eventuell die Aufsichtspflicht vernachlässigt worden sein könnte. „Das hat sich nach bisherigen Erkenntnissen aber nicht bestätigt“, sagte der Polizeisprecher. Das Gelände gehöre einem privaten Eigentümer aus Magdeburg. Es werde geprüft, ob das Areal ordnungsgemäß gesichert war. (dpa)

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