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12. Oktober 2010

Trauriges Ende: Höhlentaucher tot geborgen

Obwohl die Retter große Hoffnungen hatte, konnte der vermisste Höhlentaucher nur noch tot geborgen werden.  Foto: dpa

Der verschollene Höhlenforscher aus Südfrankreich ist am Montagabend tot gefunden worden. Eric Establie galt als einer der besten Höhlentaucher der Welt und verschwand bei einer Höhlenerkundung in der Ardèche.

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Paris –  

Die gut einwöchige Suche nach einem in Südfrankreich vermissten Höhlentaucher hat ein trauriges Ende gefunden: Britische Taucher entdeckten am Montagabend die Leiche des 45-Jährigen. „Wir sind zutiefst traurig. Wir dachten bis vor einigen Stunden noch, er sei am Leben“, sagte der Vorsitzende des Höhlentaucherclubs in der Nähe von Cannes, wo der verunglückte Eric Establie Mitglied war. Noch am Samstag hatten die Rettungskräfte Klopfzeichen gehört und daraufhin Lebensmittel, eine Uhr und Briefe von Establies Familie durch einen Schacht zu dem Ort hinuntergelassen, wo sie den Verunglückten eingeschlossen hinter Geröll vermuteten.

Der 45-Jährige galt als einer der besten Höhlentaucher der Welt. Er hatte am 3. Oktober in der Ardèche eine Höhlenerkundung begonnen. Als er nach sechs Stunden nicht wieder zurück war, begannen die Rettungsmaßnahmen. Zwei Tage später fanden britische Taucher seinen Unterwasserpropeller. Die Rettungskräfte gingen davon aus, dass Establie ihn absichtlich abgelegt hatte, um zu signalisieren, dass er sich in eine Luftblase gerettet habe. Durch einen Schacht von oben versuchten die Mannschaften daraufhin, Kontakt mit dem Eingeschlossenen aufzunehmen, der eine Firma für Unterwasserarbeiten im südfranzösischen Cannes hatte.

Sohn des Verunglückten ist ebenfalls Höhlentaucher

Nach den Klopfzeichen am Samstag wuchs die Hoffnung. Am Montagabend fanden die Taucher dann die Leiche 780 Meter hinter dem Höhleneingang und 70 Meter hinter einem Geröllberg, der den Ausgang versperrte. „Wir haben alles getan. Diese Sache hat ein schlechtes Ende genommen und wir sind sehr, sehr enttäuscht“, sagte der technische Berater der französischen Höhlenrettung, Gérard Gudefin. Establie hinterlässt eine Frau und einen 14-jährigen Sohn, der ebenfalls begeisterter Höhlentaucher ist. 2001 hatte ein Höhlenforscher in Südfrankreich fünf Tage überlebt. 1999 waren ebenfalls in Südfrankreich sieben Höhlenforscher nach zehn Tagen lebend geborgen worden. (afp)

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